Elf

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Elf
(Homo sapiens nobilis)
Erstes Auftreten 2011
Durchschnittliche Körpergröße 1,9m
Lebenserwartung >> 100 Jahre
Dauer der Schwangerschaft 12 Monate
Metavarianten Nächtliche, Dryade, Wakyambi, Xapiri Thëpë
Elfen werden auch Homo Sapiens Nobilis genannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Von allen Metamenschen sind die Elfen körperlich gesehen dem Menschen noch am nächsten. Sie haben keine Hauer oder Hörner und sind durchgehend von schlankem Körperbau. Optisch sind sie, bis auf ihre Grösse, oft nur an den leicht verlängerten, typisch zugespitzten Ohren erkennbar. Weitere, weniger auffällige Merkmale sind die mandelförmigen, leicht hervorstehenden Augen, eine sehr spärliche und feine Körperbehaarung und dichtes, üppiges Kopfhaar. Diese anatomischen Besonderheiten weisen die allermeisten Nobilis auf, unabhängig von von der geographischen Herkunft oder Volkszugehörigkeit.

Anatomie[Bearbeiten]

Der zierliche Körperbau täuscht. Das Elfenskelett ist trotz seiner etwas leichteren Bauweise jenem des Menschen ebenbürtig. Es zeigt gegenüber Belastungen wie Zug, Druck, Biegsamkeit und Bruchbeständigkeit keine nennenswerten Unterschiede. Anders das Muskelgewebe, das dieselben Leistungen wie jenes eines Menschen erbringt, aber zu schnelleren Kontraktionen fähig ist. Das ermöglicht Elfen, sich geschickter und agiler zu bewegen als es ein Metamensch ohne entsprechende operative Verbesserungen je sein kann. In der Gattung der Sapiens wurde diese Eigenschaft bis jetzt nur der Familie der Nobilis und deren Unterarten gefunden.

Elfen haben eine Durchschnittliche Grösse knapp 190 cm und ein Körpergewicht knapp 72 Kilo. (Stand 2070) Der daraus resultierende durchschnittliche Body Mass Index von 20 ist zwei Punkte tiefer als jener eines Menschen. Da sich Elfen vorzugsweise vegetarisch ernähren haben sich diese Zahlen trotz der sich stetig ändernden Haltung zur Ernährung in den vergangenen Jahrzehnten praktisch nicht verändert.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Elfen sind aufgrund ihres Körperbaus ausdauernde Schwimmer. Selbst ungeübte Individuen können sich länger über Wasser halten als Menschen. Trotzdem ist den Elfen die Fähigkeit zu schwimmen nicht angeboren. Eine weitere Besonderheit ist der Aufbau der Augen. Elfen sehen, wie Orks, in der Dämmerung und der Nacht besser als Menschen. Ob dies an einer grösseren Anzahl an Stäbchen auf der Renita, dem Vorhandensein einer Tapetum lucidum oder die Anwesenheit von beidem liegt, ist nicht einwandfrei nachgewiesen.

Ihre Lebenserwartung soll bei meheren hundert Jahren liegen, wobei keine schlüssigen Forschungsergebnisse darüber vorliegen. Die UGE liegt zu wenig weit zurück, dass ein Elf eines natürlichen Todes gestorben wäre. Während die meisten Elfen ab Beginn der (UGE) im "Jahr des Chaos" 2011 geboren wurden, kamen einige bereits vor dem Erwachen - in der 5. Welt - als sogenannte Spike-Babys zur Welt. Da selbst diese offiziell noch nicht verstorben sind, ist diese These noch nicht einwandfrei bestätigt, kann aber nur noch schwer widerlegt werden. Ein weiteres Indiz für die lange Lebenserwartung der Elfen ist die lange Kindheit und eine in der Metamenschheit einmalige Schwangerschaftsdauer, die fast ein Jahr dauert.

Zahlreiche Gerüchte über sog. unsterbliche Elfen, welche angeblich schon in der 4ten und 5ten Welt - also im letzten Magiezyklus - gelebt haben sollen, und sich vor dem Erwachen angeblich als "normale" Menschen tarnten, sind weder bestätigt, noch dementiert. Aber diese angeblich unsterblichen Elfen sind Gegenstand einer Vielzahl von Verschwörungstheorien.

Shadowtalk Pfeil.png Unsterblich ?? Kleiner niemand ist perfekt aber UNSTERBLICH ?! Ich definiere Unsterblichkeit so: nehme ein wenig Kevlar, 7.62 mm und nen Chummer der dir den Rücken freihält und du kannst alles erreichen abgesehen vielleicht von nem sicheren Schlupfwinkel wenn du nem Drachen ans Bein gepinkelt hast
Shadowtalk Pfeil.png Ordog Elfensamurarai

Kultur[Bearbeiten]

Seit dem Erwachen haben Elfen mehrere eigene Staaten gegründet (bzw. übernommen), wo sie von rassistischen Anfeindungen der Norms sicher sein konnten, und versucht haben, ihre Ideale von Umweltschutz, Renaturierung des Landes (und Meeres) und einer «perfekten Gesellschaft» zu realisieren: die bekanntesten Elfennationen sind Tir Tairngire (aus dem Stammesgebiet des Salish-Shidhe Council) [1] [2] [3], Tír na nÓg (ehem. Irland) [4] [2] [5], Pomorya (Teil d. ehem. Mecklenburg-Vorpommern und ein Stückchen von Polen) [2] [6] und die Zulu-Nation in Azania/Südafrika [7].

Insbesondere in den Elfennationen wird Sperethiel gesprochen, eine (angeblich) uralte Sprache der Elfen und orginärer Bestandteil elfischer Kultur, welche noch aus früheren Magiezyklen überliefert wurde, und von den Elfen wieder belebt worden ist. - Viele Norms und andere MetaMenschen vertreten allerdings die Auffassung, Sperethiel sei eine Kunstsprache, wie Esperanto. Sie werfen den Elfen vor, diese Elfensprache erfunden zu haben, um ihren Anspruch auf eine eigene Kultur, eigene Gesellschaftsformen und Staaten zu untermauern...

Shadowtalk Pfeil.png Das wird nicht nur der Sprache vorgeworfen. Auch das Carromeleg hat (angeblich) keine offiziellen Belege dafür, dass es schon vor dem Erwachen praktiziert wurde. Ich halte mich brav aus dieser Diskussion raus, soll jeder dazu denken was er will.
Shadowtalk Pfeil.png Hello Kitty Elfe und nicht immer stolz darauf


Unterarten[Bearbeiten]

Metamenschliche Varianten[Bearbeiten]

Es gibt vier elfische Metavarianten, die jedoch sehr selten sind. Die Abweichungen im Aussehen der Varianten gegenüber dem Standardtypus ist kleiner als bei allen anderen Metatypen.

Metavariante Abweichende Merkmale Körpergröße (⌀) Körpergewicht (⌀) Verbreitung
Dryade [8] [9]
  • übernatürliche Ausstrahlung und Grazie
  • enge, beinahe symbiotische Beziehung mit der Umgebung
1,75 m 63 kg keine regionale Zuordnung
Enkanto (Enkantada)
  • hellhäutig, blondes oder weißes Haar
  • kein Philtrum
  • Tendenz zu einer leichten Allergie gegen Gewürzen
1,9 m 80 kg Philippinen
Nächtliche [8] [9]
  • kurzhaariges Fell in schwarz bis oranger Tönung
  • Sensibilität gegenüber Sonnenlicht
  • auf Nachtaktivität eingestellter Wach-Schlaf-Rhythmus
1,9 m 80 kg Europa, Anatolien, Nordamerika
Wakyambi [8] [9]
  • extrem leptosomer Körperbau
  • dunkelbraune bis schwarze Hautfarbe
2,3 m 145 kg Afrika
Xapiri Thëpë [9]
  • Haut weist grüne Flecken auf, photosynthetisch aktives Gewebe
  • hohe Anfälligkeit gegenüber Schmutzstoffen
1,7 m 57 kg Regenwälder des Amazonas-Beckens

MMVV-Infizierte[Bearbeiten]

Elfen, die das Unglück haben, sich mit dem MMVV (Stamm 1) zu infizieren, verwandeln sich in die Kraturen, die als Banshees bekannt sind [10], und die Bruckner-Langer-Variante kann aus einem Elfen in seltenen Fällen einen lebensfähigen Nosferatu machen [7]. MMVV-II verwandelt Elfen dagegen in jene wilden Bestien, die man treffender Weise Schnitter nennt [11] und die Krieger-Abart (MMVV-III) hat bei Elfen genau wie bei allen anderen Metatypen die Verwandlung in einen Ghul zur Folge.

Rassismus[Bearbeiten]

Zu den gebräuchlichen Beleidigungen gegenüber Elfen zählen unter anderem Löwenzahn- oder Müslifresser, Baumkuschler und insbesondere im englischen Sprachraum Fee.

Shadowtalk Pfeil.png Wobei erstere beide sich auf die - häufig - vegetarische Ernährungsweise vieler Elfen beziehen, während letztere von "Fairy" als Slangausdruck für Homosexuelle und Transvestiten abgeleitet ist. - Überhaupt werden Elfen von anti-metamenschlich eingestellten Rassisten gern mit Schimpfworten wie "Tunte" oder "Schwuchtel" belegt - ob sie nun wirklich vom anderen Ufer sind oder nicht... und auch "Nobilis" kann - mit abfälliger Betonung - eine Beleidigung sein, wenn damit Elfen generell Arroganz und elitäres Denken unterstellt wird...
Shadowtalk Pfeil.png WordHack

Generell haben Elfen mit einer anderen Art von Rassismus zu kämpfen als die übrigen Metavarianten. Orks, Trolle und Zwerge werden auf die Formel „anders und hässlich“ reduziert. Bei den Elfen ist genau das Gegenteil der Fall. Die Menschen neigen dazu, Elfen als „anders und hübsch“ anzusehen, was oft in Neid resultiert. Viele Elfen mussten merken, dass dies kein Deut besser ist als die Ablehnung, die den anderen Metamenschen entgegen gebracht wird. Aber einen Unterschied macht es aus. Ihre Exotik macht den Typus Elf effektiv zu einem erstrebenswerten Ideal. Ein Trend, der von Marketingstrategen längst erfasst und erfolgreich an den Konsumenten gebracht wurde. Schönheitschirurgie, Genterapie, Biomodifikationen, Modetrends, Elfendesign, AR-Modifikationen oder Verhaltenssofts sind nur einige Sparten eines ganz speziellen und blühenden Marktes. Ein Paradebeispiel für die "Opfer" dieser Kampagnen sind Elfenposer.

Shadowtalk Pfeil.png Opfer? Wohl kaum. Das schlimme an diesen Posern ist, dass viele Klischees und Vorurteile durch sie aufgegriffen und als 'authentisch elfisch' ausgelebt werden. Dann ist so ein umoperierter Norm mit Elfentick rassistisch wie Wratislas, auf dem Ökotrip wie die Sinsearach und rennt mit Bogen und Lederpanzerung rum wie ein Avatar in DoA. Und der belästigt dann Norms und andere, echte Elfen, die ihm nicht elfisch genug sind. Ein Paradebeispiel dafür sind die Para Nobilis-Idioten aus Seattle, die in den 50ern Überstunden geschoben haben um echt jedes Vorurteil gegen Elfen zu bestätigen. Zum Glück hat irgendwer die alle umgelegt. Ich tippe ja auf elfische Runner.
Shadowtalk Pfeil.png Macha
Shadowtalk Pfeil.png Ja, die armen kleinen Feen haben es so richtig Schwer.
Shadowtalk Pfeil.png Ruhr-Ork
Shadowtalk Pfeil.png Stell dir mal vor, haufenweise Orkposer würden rumrennen, Normfrauen vergewaltigen, Läden überfallen und dann besoffen und ungewaschen vor Kirchen Kotzen und jedes Klischee des hässlichen, zerstörerischen Orks der 50er erfüllen. Wärst du von denen begeistert?
Shadowtalk Pfeil.png Macha
Shadowtalk Pfeil.png Dat machen die doch eh! Aufklatschen, sach ich.
Shadowtalk Pfeil.png Dr. Feelgood

Elfen haben durch diese Dinge oft mit zu erfüllenden Klischees, Intoleranz und ganz schlichtem offenen oder verstecktem Neid zu kämpfen. - Einige Elfen fügen sich willentlich diesen „Normen“, andere widersetzen sich ebenso beharrlich dagegen.

Shadowtalk Pfeil.png In Russland und seinen Satellitenstaaten wurde in den 20ern versucht, den damals bekannten vier Haupt-Metatypen andere, nicht an deutlich negativ oder zumindest klischeebelasteten Fantasy-Vorbildern sondern stattdessen an historischen Volksstämmen angelehnte Bezeichnungen zu geben, in der Hoffnung durch diese alternativen Sprachregelungen den anti-metamenschlichen Rassismus einzudämmen. Man hat sogar Vertreter der Metarassen selbst mitentscheiden lassen, welche Bezeichnung sie jeweils für ihren Metatyp bevorzugten, wobei sich die Elfen dafür entschieden, sich mit dem Volksstamm der "Skythen" zu identifizieren. Auf lange Sicht konnte sich das zwar nicht gegen die internationalen / westeuropäischen und anglo-amerikanischen Bezeichnungen aus der Tolkin-Fantasy durchsetzen, aber es gibt immer noch genug Elfen unter meinen Landsleuten, die lieber "Skythe" als "Elf" genannt werden! [12]
Shadowtalk Pfeil.png Russian Standard Troll


Quellen[Bearbeiten]

Quellendetails:[Bearbeiten]

  1. Tir Tairngire (englisch)
  2. Die Länder der Verheißung (enthält teilweise Übersetzungen der englischen Bücher "Tir Tairngire" und "Tír na nÓg")
  3. Shadows of North America / Nordamerika in den Schatten
  4. Tír na nÓg (englisch)
  5. Shadows of Europe / Europa in den Schatten
  6. Deutschland in den Schatten
    Deutschland in den Schatten II
  7. Nosferatu 2055 - Roman von Carl Sargent & Marc Gascoigne
  8. Shadowrun Companion: Beyond the Shadows / Shadowrun-Kompendium: Jenseits der Schatten
    Shadowrun Companion Revised / Shadowrun Kompendium 3.01D
  9. Runner's Companion / Runnerkompendium
  10. Critters / Critter - Heft als Beilage zum Spielleiterschirm 3. Edition
  11. Running Wild / Wildwechsel Das Critterdossier

  12. Die Verwendung des Namens des historischen Volksstamms der Skythen als offizielle, russische Bezeichnung für den Metatypus Elf ist eine Eigenerfindung von Andreas "AAS" Schroth, die in dessen Kurzgeschichte "Drachenbrut - Mit den Augen der Katze" eingeführt wurde. Sie ist - wie die gesamte Kurzgeschichte - nicht Teil des offiziellen Shadowrun-Kanon, und kommt in keiner offiziellen Quelle vor.

Die Kurzgeschichte steht - wie alle Eigenerfindungen AAS' auf seiner SRB - Shadowrun Berlin Seite - unter einer non-commercial Creative Commons Lizenz.

Weblinks[Bearbeiten]