Spanien

Aus Shadowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Spanien
(Hispania / España)
Spaniens Flagge (links) und Wappen (rechts).


Informationsstand: 2063 [1]
Hauptstadt: Madrid
Staatsform: parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt: König Alfonso XIII.
Einwohner: 38.521.900
Menschen: 78%
Elfen:

10%

Orks: 5%
Trolle: 4%
Zwerge: 2%
andere: 1%
Ethnien:
Spanier: 94%
Araber: 2%
sonstige: 4%
Ohne SIN: 21% (geschätzt)
Unter der Armutsgrenze: 30%
Mit Konzernzugehörigkeit: 36%
Amtssprache: Spanisch
Gesprochene Sprachen:
Spanisch: 93%
Katalanisch: 22%
Galicisch: 15%
Baskisch: 4%
Religiöses Bekenntnis:
römisch-katholisch: 82%
islamisch: 2%
andere:
(inkl. Neo-Heiden)
10%

konfessionslos: 6%
Währung: Euro (€)
Geopositionskarte Spaniens (Stand: 2063)
Lizenz:
Urheber: "Fex", 29. Aug. 2009 (RJ), 16:03 MESZ

Spanien (Hispania oder España in der Landessprache) ist ein europäischer Staat.

Geographie[Bearbeiten]

Spanien liegt zusammen mit Portugal auf der Iberischen Halbinsel ganz im Südwesten Europas. Außer an Portugal grenzt es noch an Frankreich, Neu-Monaco und Euskal Herria. Da zu Spanien zudem die Städte Ceuta und Melilla auf dem afrikanischen Kontinent gehören, grenzt es an Marokko. Das Land hat jeweils eine lange Atlantik- und Mittelmeerküste.

Städte[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Land hat eine lange, vielfach gewalttätige Geschichte, erlebte maurische Fremdherrschaft, die Reconquista und in der Folge die Schreckensherrschaft der Inquisition, war der Ausgangspunkt für Kolumbus' Reisen nach Amerika und Europas erste, große Kolonialmacht.

Näheres zur Geschichte, Geographie und Kultur Spaniens findet sich auf der Historienseite Wikipedia.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde Spanien von Wellen von sozialen Unruhen erschüttert, die sowohl ein Erstarken der faschistischen Kräfte (ein Erbe der Franco-Zeit in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts) als auch der Anarcho-Syndikalisten zur Folge hatte, die seinerzeit im ersten spanischen Bürgerkrieg Franco und dessen Anhänger bekämpft hatten. Das Baskenland, das mit dem Terror der ETA fast ein Jahrhundert lang für seine Unabhängigkeit gekämpft hatte, erhielt als Euskal Herria seine Autonomie und Selbstständigkeit, während sich das Erwachen der Sechsten Welt speziell in Asturien und Kantabrien 2011 mit dem unnatürlichen Wachstum der Wälder ankündigte, die die karge, weitgehend baumlose Landschaft überwucherten und ganze Dörfer und kleinere Städte verschlangen.

UGE und vorallem Goblinisierung riefen in Spanien den militanten und bigotten Katholizismus wach, der fest in dem südwesteuropäischen Land und seinen Menschen verwurzelt war. Die Neujahrsansprache von Papst Johannes Paul IV. im Jahre 2012 fand hier viel Zustimmung, die Inquisition lebte wieder auf und der Orden der Neuen Jesuiten errichtete sein Hauptquartier nicht etwa in Rom sondern in Spanien. Auch etliche Jahre nach dem Papst Johannes XXV. 2024 die Aussage seines Vorgängers "Metamenschen seien eine Abscheulichkeit" mit seiner Enzyklika Imago Dei revidiert und einen 180°-Schwenk durchgeführt hatte, hat die katholische Kirche Spaniens diesen Wandel nicht wirklich mitvollzogen, und ist noch immer ein Hort anti-metamenschlichen Rassismus und Vorurteile, was sie nahe an die Abspaltung von Rom bringt.

Abspaltung des Baskenlandes[Bearbeiten]

Der Crash von 2029 sollte große geopolitische Veränderungen für Spanien nach sich ziehen. Noch am 8. Februar, am Tag des Crashs, lehnten sich die verarmten Einwohner Asturiens auf und überfielen die wohlhabenden Enklaven in der Region. Sie vertrieben die Reichen, um so auf ihr Elend aufmerksam zu machen. Das Baskenland nutzte die entstandenen Unruhen, um sich von Spanien loszusagen und fortan als Euskal Herria unabhängig und autonom zu agieren. Galizien drohte in diesem Zuge ebenfalls damit, sich abzuspalten, um so großzügige Zugeständnisse von der spanischen Regierung zu erpressen [2].

Großer Dschihad[Bearbeiten]

Der Große Dschihad brachte Spanien (und dem Nachbarland Portugal) 2034 den Angriff der sog. "Lumpenarmee". Diese bitter armen, von den Ansprachen des selbsternannten Mahdi Mullah Sayid Jazrirs fanatisierten Moslems aus Nordafrika überquerten in kaum seetüchtigen Schiffen die Meerenge von Gibraltar und das Mittelmeer, und überrollten die spanischen Verteidiger zunächst auf Grund ihrer schieren Masse förmlich, obwohl sie unzureichend bewaffnet waren, und es ihnen an einer fähigen militärischen Führung fehlte. Als Reaktion rief die katholische Kirche eine neue Reconquista aus, und - teilweise von der östlichen Front in Österreich abgezogene - Streitkräfte der Konzerne, der MET2000 und der französischen Fremdenlegion eilten den Spaniern zur Hilfe, die die Angreifer anfangs sträflich unterschätzt hatten. Der Kampf fuhr sich - ähnlich wie in Österreich und auf dem Balkan - fest, und die Städte Sevilla und Granada wurden praktisch bis auf die Grundmauern zerstört. Erst als militärische Kommandounternehmen weit hinter der Front im Rücken der Invasoren zuschlugen, und der beliebte König von Marokko 2036 den Fundamentalisten die Macht in Marokko wieder entriss, konnten die Dschihadisten in Spanien endgültig geschlagen werden.

Die Invasoren wurden praktisch massakriert, und was blieb waren vor allem die massiven Zerstörungen und einem Hass vieler Spanier auf alle Moslems, der auch 2064 noch verbreitet war, und sich in den Vorstädten Madrids regelmäßig in anti-islamischer Gang- und Straßengewalt äußert. Außerdem gab es '36 hunderttausende von Kriegsgefangenen und internierten Moslems (praktisch alle überlebenden Moslems auf der iberischen Halbinsel). Das Problem, was mit diesen anzufangen sei, nahm dem vom Krieg geschwächten spanischen Staat der Konzern Meridional Agronomics ab, der die Gefangenen unter seiner Federführung in Zwangsarbeit die zerstörten Städte in alter Pracht wieder aufbauen ließ. Trotz der Proteste vieler Spanier, die nicht vergeben oder vergessen konnten, und die Moslems nicht mehr auf spanischem Boden sehen wollten, wurde diesen erlaubt, sich unter dem Schutz des Agrarkonzerns in der Provinz Andalusien anzusiedeln, die praktisch Meridional gehört. In diesem Zusammenhang muß auch das Unterweltsyndikat Al-Akhirah Aswad Mayid erwähnt werden, das aus den Magreb-Staaten stammt, und eng mit Meridional verflochten ist.

Crash 2.0[Bearbeiten]

Nachdem die spanische Wirtschaft - wie viele andere auch - durch den Crash von 2064 geschwächt worden war, konnte der Frankfurter Bankenverein im Jahr 2068 schließlich die Banco Español übernehmen, die selbst einen Eckpfeiler der spanischen Wirtschaft darstellt und Anteile an nahezu allen wichtigen spanischen Konzernen hält [3].

Emergenz[Bearbeiten]

Als sich die Vertreter der NEEC-Staaten und "gleichgesinnten" Konzerne Mitte Dezember 2070 in Basel trafen, um über die Handhabung von Technomancern und Künstlichen Intelligenzen zu diskutieren, zählte Spanien zu den Ländern, die zum Boykott aufriefen [4].

Politik[Bearbeiten]

Hauptstadt Spaniens ist 2063 noch immer Madrid, und die offizielle Staatsform ist eine Parlamentarische Monarchie.

Die Tatsache, dass Alfonso, der rechtmäßige Erbe des spanischen Königsthrons ein Oger ist, also einer Subspezies der Orks angehört, hat angesichts der vorhandenen Vorurteile zu einer Spaltung quer durch die Bevölkerung geführt: Während die einen - wie auch Papst Johannes XXV. - seinen Anspruch unterstützen, fordern die anderen (inkl. eines Großteils des spanischen Klerus), statt dessen - Prinz Juan Carlos, einen Vetter des Thronfolgers zu krönen, der rangmäßig weiter hinten steht, aber dafür ein Norm ist, weil ein Oger als spanischer König für sie unannehmbar ist. Allerdings zog Juan Carlos am 22.07.2063 jegliche Ansprüche auf den Thron zurück, und unmittelbar danach wurden die Krönungsfeierlichkeiten für Januar 2064 angesetzt, wobei der Papst persönlich den neuen König krönen sollte. - Dies geschah dann auch tatsächlich.

Spanien gehört der NEEC als Gründungsmitglied an, während das abgespaltene Euskal Herria vor dem Crash 2.0 nur Beitrittskandidat war, und sein erfolgter Beitritt nach dem Crash vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und dem zunehmenden Druck seitens des spanischen Monarchen und Ogers Alfonso XIII., der die Basken gerne zurück in den Schoß der spanischen Nation holen möchte, ein Phyrrussieg zu sein scheint.

Katholische Kirche[Bearbeiten]

Eine der Speerspitzen des Metamenschen-Rassismus bildete Kardinal Julian Estrella. Estrella radikalisierte sich, nachdem er am 16. Dezember 2031 in einen Unfall verwickelt wurde. Damals war er mit seiner Mutter im Auto unterwegs, als ein entgegenkommendes Fahrzeug mit ihrem kollidierte. Der Fahrer des anderen Fahrzeuges war während der Fahrt plötzlich goblinisiert und verlor in der Folge die Kontrolle über seinen Wagen. Auch wenn diesen somit keine Schuld traf, war der Verlust von Estrellas Mutter und einen seiner Arme für den damaligen Pater Grund genug, auch zwei Jahrzehnte danach bei seiner Weihung noch Ressentiments zu empfinden [5].

Statistisches[Bearbeiten]

2063 betrug die Einwohnerzahl Spaniens 38.521.900. Davon waren

Die Spanier machen mit 94 % die größte ethnische Bevölkerungsgruppe aus, während noch 2 % Araber in Spanien leben und 4 % der Einwohner anderer Herkunft sind. Unter diesen Einwohnern sind schätzungsweise 21 % Personen ohne SIN und 30 % der (Meta)Menschen in Spanien leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Personen mit Konzernzugehörigkeit machen 36% der spanischen Bevölkerung aus.

Heute sprechen in Spanien etwa 93% der Bevölkerung Spanisch. 22 % beherrschen das Katalanische, 15 % das Galicische und 10 % sprechen Baskisch. Während 82 % der Spanier offiziell römisch-katholisch sind, bekennen sich noch immerhin 2 % zum Islam und 10 % gehören anderen Glaubensbekenntnissen an (was Neo-Heiden miteinschließt) während sich 6 % der Bevölkerung als konfessionslos bzw. Atheisten bezeichnen.

Wie die Mehrheit der Staaten Europas verwendet auch Spanien den Euro (€) als offizielles Zahlungsmittel.

Konzerne[Bearbeiten]

Neben Meridional Agronomics existierte mit Sol Media ein zweiter spanischer, exterritorialer AA-Konzern, ein Medienunternehmen, das mit Sol Vacaciones - in dem auch der übernommene TUI-Konzern aufgegangen ist - auch dick im Tourismus drinhing, und als direkter Konkurrent zum Hamburger Mediengiganten DeMeKo auf den Markt in der ADL drängte. Sol und Meridional lieferten sich schon seit Jahrzehnten einen - wirtschaftlich sinnlosen - regelrechten Krieg in den Schatten, der darauf zurückzuführen ist, dass die spanische Mafia-Familie Vásquez eng mit Sol Media verbandelt ist, und ihre Konzernfreunde in einem Stellvertreterkrieg gegen Al-Akhirah instrumentalisiert. Ähnlich wie einst das spanische Weltreich sind auch die Vásquez' gefährlich träge geworden. Dies hat bereits dazu geführt, dass sich ihre Untergebenen in Portugal abgespalten und mit den Baptistas - portugiesisch-stämmige Exilanten aus dem an die amazonischen Erwachten gefallenen Brasilien - ihre eigene, unabhängige Mafia gegründet haben, die sich von ihrem Vasallenstatus gegenüber der Asociación Vásquez emanzipiert haben, auch wenn die Fratalanzza sie vorübergehend gewaltsam wieder auf Linie zwang. Auf den Straßen im heimischen Spanien verliert das Vasquez-Syndikat dagegen mehr und mehr Boden an die Araber.

Die Banco Español hat ihren Sitz in Madrid, und ist ein wichtiges Instrument im Machtkampf zwischen dem Vatikan und der katholischen Kirche Spaniens.

Internationale Megakonzerne und Töchter von solchen sind Banco Español, Bolsa de Madrid (beide FBV [6]) und Viento Matrix Services (S-K [7]). Von den internationalen Triple-A-Megakons sind insbesondere Saeder-Krupp in Form von Seader-Krupp Iberia und Aztechnology in Spanien vertreten und aktiv, wobei letztere dort ihr Europa-HQ errichtet haben. Auch Renraku Europa hat in Madrid eine große Präsenz [8].

In den späten 2070ern gelang es Spinrad Industries Sol Media zu übernehmen und in sein durch Übernahmen rapide wachsendes Geflecht von Tochterfirmen einzugliedern, womit Johnny Spinrad eine persönliche Rechnung beglich, die noch auf SpinIns Verlust des AA-Status zurückging, ehe der Konzerngründer zum Islam konvertierte, Gabrielle al-Thani heiratete und seinen AA-Konzern mit dem arabischen Doppel-A-Schwergewicht Global Sandstorm zu Spinrad Global fusionierte. Spinrad ist ein großer Unterstützer von Spaniens Oger-Königs Alfonso XIII., was - seit Johnnys Übertritt zum Islam - für den katholischen Monarchen ein sehr zweischneidiges Schwert ist.

Shadowtalk Pfeil.png Genauer gesagt ist es Wasser auf die Mühlen all jener, die auch nach dessen Tod ... noch der Propaganda Kardinal Estrellas glauben (respektive: glauben wollen), die darauf hinausläuft, Alphonso sei in Wahrheit gar nicht katholisch sondern - je nach dem, wen frau fragt - ein heimlicher Moslem oder Neo-Heide, was das angeht!
Shadowtalk Pfeil.png Curiosity Thrills the Cat


Erwachte Tierwelt[Bearbeiten]

In den Gebirgsregionen Spaniens findet man den Crested Barbarian. In den Pyrenäen ist zudem die Hundsviper verbreitet. Die spanischen Sümpfe beherbergen den Stymphalischen Reiher. All diese Critter findet man auch im angrenzenden Südfrankreich. Spanien gehört außerdem zu den Ländern, in denen der Flammenschakal verbreitet ist.

Kultur[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

In Spanien wird - nicht zuletzt - auch Urban Brawl gespielt, und dies war auch 2056 schon so, wo das hiesige Team der «Madrid Matadores» freundschaftliche Beziehungen zu den «Black Barons» aus Mainz aus der DSKL unterhielt [9].

Fußball ist im Spanien der 2060er ebenfalls nach wie vor ein großes Ding, die spanische Nationalelf hatte sich für die FiFa-Fußball WM 2064 in Amazonien qualifiziert, und Teams wie der «FC Barcelona» sind sowohl sportlich als auch auf dem Transfermarkt nach wie vor international erfolgreich [10]. Selbiges gilt auch für seinen ewigen Rivalen, «Real Madrid» [11]. 2080 ist der spanische Fußballverband zudem bereit, vor den Protesten von Metamenschenrechtsgruppen einzuknicken, das Trollverbot im Fußball aufzuweichen und Trolle als Fußballer testweise zuzulassen. - Bei der FIFA stößt er mit diesem Vorschlag aber noch auf deutlichen Widerstand, nicht zuletzt durch den DFB [12].

Weiterhin finden etwa in Barcelona auch Leichtathletik-Wettkämpfe statt, die - wenigstens teilweise - auch für Athleten-Adepten geöffnet wurden.

Schließlich wird der Stierkampf in Spanien - auch nach Jahrzehnten der Proteste durch Tierschützer - nach wie vor zum etablierten Sportgeschehen gerechnet, wobei es in den 2060ern auch Kämpfe mit erwachten Formen (wie dem Wilden Minotaur) und augmentierten Stieren gibt, bei denen die Chancen zwischen Stier und Torero deutlich fairer verteilt sind.


Quellen[Bearbeiten]

Quellendetails:[Bearbeiten]


^[1] - Shadows of Europe p.150
^[2] - Almanach der Sechsten Welt S.48
^[3] - Konzerndossier S.187
^[4] - Emergenz - Digitales Erwachen S.129
^[5] - Almanach der Sechsten Welt S.51
^[6] - Konzernenklaven - Frankfurt S.168
^[7] - Shadows of Europe p.155
^[8] - Corporate Download p.79
^[9] - Aeternitas - Roman
^[10] - State Of The Art 2064.01D S.163
^[11] - Mission London S.42
^[12] - Lifestyle 2080 S.197

Weblink[Bearbeiten]