Cyberarme

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Ein typischer Cyberarm ohne Synthskin. (Fuchi-Produkt)
© FASA 1995, Urheber: Mike Jackson

Cyberarme sind elektromechanische Cyberware-Ersatzgliedmaßen, die biologische Arme ersetzen. Sie werden entweder als Ersatz für durch Krankheit, Verletzung oder aufgrund von embryonalen Defekten verlorene bzw. fehlende Arme implantiert [1], oder ein Individuum lässt sich freiwillig die - gesunden - Arme abnehmen, um sie durch Cyberarme ersetzen zu lassen [2].

Geschichte[Bearbeiten]

Leonora Bartoli mit offensichtlichem Cyberunterarm samt Hand beim Geigespielen
© Pegasus Spiele, 2010

Die erste, voll-funktionsfähige Cybergliedmaße, die erfolgreich einem Menschen implantiert wurde, war ein (partieller) Cyberarm, den 2019 die italienische Violin-Virtuosin Leonora Bartoli erhielt, die durch einen Unfall mit einem Hochgeschwindigkeitszug einen Unterarm eingebüßt hatte. Die Transys Corporation - das spätere Transys-Neuronet - transplantierte ihr in einer damals 17-stündigen Operation die offensichtliche Ersatzgliedmaße. Die Operation durch ein fünfköpfiges Ärzteteam am Hauptsitz des Konzerns im schottischen Edinburgh war scheinbar ein voller Erfolg, und wenige Monate später erlangte sie ihre Feinmotorik soweit zurück, dass sie nicht nur wieder Geige spielen konnte, sondern auch wieder öffentliche Konzerte gab. - Ungeachtet dessen, dass sie für den Rest ihres Lebens Unmengen an Medikamenten nehmen musste, um eine Abstoßung der künstlichen Gliedmaße zu verhindern, wurde hier echte Pionierarbeit geleistet, die die Ära der Hakenhände und der rein optischen, mit Riemen befestigten Prothesen ohne echte Funktionalität für einen Großteil der Metamenschheit für immer beendete [1]. Weitere Pioniere, die in großem Umfang am nun beginnenden Cyberware-Boom partizipierten waren der Basler Pharma-Multi Novartis, der nicht nur das für die Empfänger von Implantaten überlebenswichtige Immun-Supressivum sIMMUN+® produzierte, sondern auch selbst groß in die Entwicklung von Cyberarmen (und anderer Cyberware) einstieg, und der später (neben Hoffmann-La Roche) einer der beiden Gründerväter der GENOM Corporation war [3],

Shadowtalk Pfeil.png Wobei der junge Konzernzögling Pius Meyer Wettstein, der als damals erst Dreizehnjähriger durch einen Unfall während einer GENOM-Produktpräsentation einen Arm verlor, da ein ziemlich abschreckendes Beispiel darstellt. Denn er erhielt - mit Zustimmung der konzern-hörigen Eltern - statt eines satten Schmerzensgeldes, eine noch völlig unerprobte kybernetische Prothese aus weißer Industriekeramik, die mit zahllosen Kinderkrankheiten der damals noch unausgereiften Technologie behaftet war. All die ganzen Problemen, die sie in seinem Leben verursachte, trug ihm in den folgenden Jahren den Spitznamen "Doktor Seltsam" ein und legte bereits die Fundamente für die tiefsitzende Abneigung, die er später für GENOM empfinden sollte, als er als Shadowrunner unter dem Straßennamen Gryff einen beeindruckenden Straßenruf erlangen würde! [4]
Shadowtalk Pfeil.png le bélier

und die Wiener MonoMed. - Für letztere sollte der Große Dschihad, wo der Abwehrkampf der Österreicher und ihrer europäischen Verbündeten Massen an Versehrten und Amputierten produzierte, zur goldenen Gelegenheit werden, in großem Umfang Erfahrung mit der Implantation von kompletten und partiellen Cyberarmen (wie auch -beinen) am lebenden Individuum zu sammeln, was ihnen nach dem Ende des Krieges einen Vorsprung auf diesem Gebiet verschaffte [5].

Shadowtalk Pfeil.png ...wobei die Jerks in der Führungsetage des Konzerns sich nicht entblödet haben, an die Feldärzte und -sanitäter die Losung auszugeben, lieber ein (oder auch ein dutzend) mal zu viel zu amputieren, als zu wenig, damit es auch ja genügend Probanden für ihre experimentellen Cyberprothesen gäbe... Ich habe, als ich damals davon hörte, geglaubt, noch zynischer könnten sie bei der MonoMed den hypokratischen Eid nicht mit Füßen treten... leider habe ich mich diesbezüglich geirrt! [5]
Shadowtalk Pfeil.png Nowotny < Nowotny@Heeres_Nachrichtenamt.at >


Installation[Bearbeiten]

Einen Cyberarm kann man nicht einfach so an den Körper anflanschen. Der Cyberware-Ersatz funktioniert anders, ist stärker oder schwächer als der Körper des Empfängers, anders gewichtet, und je nach Modifikationen deutlich schwerer und klobiger. Also muss üblicherweise die Schulter verstärkt werden, Verankerungen in Schlüsselbein und Schulterblatt angebracht werden. Ein Teilersatz erfordert Modifikationen an Oberarm oder Unterarm, je nachdem, was ersetzt wird.


Modelle[Bearbeiten]

Ares Cyber-Sentinel Mobility Prosthetic Mark II
Ein Cyberarmmodell der 2050er. Hatchetman hat dieses Modell in der Shadowrunnerszene damals bekannt gemacht [6].
Ares Cyber-Sentinel Mobility Prosthetic Mark IV
Ein Nachfolger des Mark II. War nur 2055 verfügbar, und das nichtmal das volle Jahr. Bull der Orkdecker ist der in der Shadowrunnerszene bekannteste Träger dieses Modells [7].
Body + Tech Verticalist
Ein bei Freeclimbern beliebter weil mit sehr flexiblen Kugelgelenken ausgestatteter Cyberarm.
BUT Heavy Industries Power-Lift™ Industrial Cyberarms
Massive Cyberarme, mehr auf Kraft denn Finesse konstruiert. Keine schlechte Ware, aber auch kein MilSpec.
Cyberdynamix Riesenkrieg 909
Offensichtliches Cyberarmmodell mit Panzerplatten und Stärkeverbesserungen. Der linke Arm weist einen Cyberarmgyro auf, der rechte verfügt über einen Granatwerfer von Krupp Munitions als eingebaute Cyberwaffe. Wird in Saeder-Krupps Höllensturm Artillerie-Cybersuite verwendet.
Evo Castor
Ein Hochleistungs-Cyberarmtyp von Evo.
Evo Hermes
Ein Cyberarmmodell, das Anfang der 2060er beliebt war.
Evo Kali
Ein für den Schwertkampf optimierter Cyberarm, beliebt bei Möchtegern-Straßensamurai.
Evo PythArms
Cyberarme mit 12 artikulierten Gelenken. Eine Cyberware-Augmentierung für Hardcore-Transhumanisten.
Fuchi Grip Boy
Ein offensichtlicher Cyberarm großer Stärke.
Leviathan Technical M302
Ein synthetischer Cyberarm mit Panzerung, einem Scannersystem und einer Schockhand. Wird in Ares' Bodyguard Pro Cybersuite verwendet.
Lone Star-Munden QuickDraw
Ein unter der Marke Lone Star vertriebenes Cyberarmmodell, das auf schnelles Ziehen und akkurates Feuern optimiert ist.
Louisville Slugger
Ein für das Baseballspielen optimierter Cyberarm.
Shiawase Cybernetics K790
ein synthetischer, modular konzipierter Cyberarm mit einer Drohnenhand. Wird in Shiawases Reccear-Cybersuite verwendet.
Shiawase Cybernetics MagnetArm
Ein Cyberarm mit integriertem Arm-Magnetsystem.
Silver Technologies Cyberarm
Ein relativ einfacher, 2050 aber noch moderner Cyberersatz
TechWarrior Midas M91 
offensichtlicher, modularer Cyberarm, mit eingebauter Werkzeugkiste, eingebautem Medkit, Nagelpistole, Presslufthammer, Schweisslaser und Vakuumpumpe als Plug-Ins, Teil der Spin-X Handyman-Cybersuite
Ultimate Champion
Cyberarme mit verstärkter Hydraulik, verbesserten Gelenken und speziellen Memoryeinheiten für spektakuläre Moves.
Wiremaster CDA-15
Synthetisches Cyberarmmodell mit erhöhter Kraft. - Diesen Cyberarm wählte Dirk Montgomery, als ihm Jacques Barnard von Yamatetsu den Cyberersatz für seinen auf einem Run verlorenen Arm bezahlte.
Yankee Pitcher
Ein für Würfe optimierter Cyberarm. Von der Major League für Profispieler zugelassen!

Quellen[Bearbeiten]

Quellenbücher:

Romane:

Sonstiges:

Quellendetails:[Bearbeiten]


^[1] - Almanach der Sechsten Welt S.34
^[2] - 2XS - Roman
^[3] - Chrom & Dioxin S.77
^[4] - Der letzte Flug des Greifen - Episodenerzählung von Cristo Fe Crespo aka "Lobezno"
^[5] - GmbH - Roman
^[6] - Cybertechnology p.30f
^[7] - SMH 2015-01 Friendship Is Tragic - 1. April-Mission

Weblinks[Bearbeiten]