Gryff

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 Inoffiziell 
Gryff
* 2012

Gryff.jpg

Pius Meyer Wettstein, genannt Gryff
Copyright: © StellaCadente113
Geburtsname Pius Meyer Wettstein
Alias Dr. Seltsam (kurzzeitig)
Geschlecht männlich
Metatyp Mensch/SURGE
Haarfarbe braun, von silberblonden Strähnen durchzogen
Augenfarbe schwarze Raubvogelaugen mit goldenen Iriden und milchigen Nickhäuten
Verheiratet mit Diana Bühler-Risch Kapelli (†)
Kinder Iris Kapelli (†)
Staats-
angehörigkeit
Schweiz, (SEg/Basel)
Religion Konfessionslos
Beruf Top-Runner (Lokalmatador) / Schieber

Pius Meyer Wettstein ist ein Mensch, der mit dem Strassennamen Gryff als Spezialist für Runs in der SEg einen beachtlichen Ruf erwarb und sich 2062 vom Biz zurückzog. Kurz nach dem Crash 2.0 tratt er jedoch wieder in Erscheinung und ist seitdem als Schieber tätig.

Biographie[Bearbeiten]

Seine Kindheit[Bearbeiten]

Im Schatten der September-Konvention, wurde Pius Meyer Wettstein 2012 in Basel geboren. Seine Eltern - beide Schichtarbeiter bei der GENOM CORPORATION - verwechselten wohl Liebe mit Wohlstand; denn Pius fehlte es zwar nie an etwas und jeder noch so schräge Wunsch wurde ihm stets erfüllt; aber Vater und Mutter blieben ihm denoch sein Leben lang fremd.
So wuchs er in der Obhut GENOMS auf, besuchte den geschäftsinternen Kindergarten und auch die dazugehörigen Schulen und Ausbildungsstätten. Abgesehen von seinem guten Notendurchschnitt, fiel er hier vor allem durch sein überdurchschnittliches Sporttalent (in Leichtathletik) auf; was ihn bereits mit 7 Jahren die Aufnahme in einen von GENOMS Jungtalente-Förderkurse für zukünftige Spitzensportler ermöglichte. Dies, sowie seine Leidenschaft (welche schon fast an Besessenheit grenzt) und seinen großen Einsatz für die "die drey scheenschte Dääg" machten ihn in wenigen Monaten stadtbekannt und ein gern herumgereichtes Aushängeschild der GENOM CORPORATION.
Während sein Leben in geordnete und ziemlich vorherbestimmten Bahnen verlief, war es für ihn wie eine Offenbarung, als er mit 12 Jahren das Jeu de Guerre de Ville für sich entdeckte. Damals verfolgte er (und andere Fans dieser Sportart) die einzelnen Matches auf illegalen Piratensender der CSF. Denn zu dieser Zeit war der Sport selber, wie auch die Ausstrahlung oder der Empfang der Spiele in der SEg verboten.
Sein ganzes Streben und seine Interessen verlagerten sich nun Richtung Kampfsportarten; und bald trainierte er bereits für den 5. Kyū und war im Kantonalschützenverein - mit Gewehr und Pistole - einer der Besten!

Sein Unfall[Bearbeiten]

Einige Tage nach seinem 13. Geburtstag, verlor Pius jedoch bei einem Horror-Unfall mit einer Industrie-Schneefräse (während einer sportlichen Aufführung, die als Höhepunkt der GENOM- Produktpräsentation gedacht war) seinen rechten Arm. So fand seine zukünftige Karriere als Spitzensportler ein brutales Ende.
Seine Eltern verzichteten jedoch auf eine Zivilklage (Pius selbst setzte dafür Himmel und Hölle in Bewegung) gegen die GENOM CORPORATION; als diese im Gegenzug anbot, ihren Sohn den Vorzug beim Testlauf eines neuartigen Cyberarm-Prototypen zu geben.
Doch es kam schlimmer.

Sein Leidensweg[Bearbeiten]

Denn bald litt seine heiß geliebte Cyber-Prothese unter einem Heer von „Kinderkrankheiten“, die ihm die kommenden Jahre zur Hölle machten und ihm den Übernamen Dr. Seltsam (wobei er nie die Quelle eruieren konnte) einbrachten. Pius Meyer Wettstein wurde förmlich in allen Genom-Labors von Abteilung zu Abteilung herum- und weitergereicht; aber hatte man eine Fehlerquelle ausgeschlossen, machte sich etwas anderes bemerkbar. Von unerklärbar heftigen Phantomschmerzen, über plötzliche und unkontrollierte Zuckungen bis hin zu minutelangem Erstarren, wurde ihm die komplette Palette geboten. Zwar mühte sich Pius ab, sowohl in der Schule, wie auch im Sport mitzuhalten; aber vereinzelte Zwischenfälle grenzten ihn immer mehr aus, ließen ihn zum Außenseiter werden und entfremdeten ihn schließlich komplett von seinen Eltern.

Shadowtalk Pfeil.png Ich erinnere mich noch ziemlich gut daran. Während der Sek gab es meistens einmal alle zwei oder drei Wochen eine Unterrichtsstunde, in der Dr. Seltsams Arm knapp eine Stunde lang einen sehr tiefen Brummton von sich gab, der einem direkt ans Zwerchfell ging. Und da half wirklich nichts dagegen. Meistens sass er dann wie ein Häufchen Elend in der Kantine und wartete bis es vorbei war.
Shadowtalk Pfeil.png Brancusifudi

Es kam ihm jedoch in der ganzen Zeit niemals in den Sinn, sich von seinem Cyberarm trennen zu wollen (im tiefsten seines Herzens träumte er immer noch von seiner Karriere als Stadtkrieg-Champion). Doch sein Hass gegen die inkompetenten Trottel von Genom wuchs mit den Jahren ins Unermessliche.

Sein Weg in die Schatten[Bearbeiten]

Als er jedoch zu Beginn des Jahres 2029 vom Comité seiner geliebten Basler Fasnacht ausgeladen wurde (er hatte seine Ausbildung zum zweiten Mal geschmissen; sein Ruf war inzwischen nicht mehr der Beste und man befürchtete weitere Zwischenfälle wegen seiner Prothese), packte ihn die schiere Verzweiflung. Zwischen Rachefantasien und Selbstmordgedanken hin- und hergerissen, kam ihm in diesem Augenblick die zwielichte Anfrage eines gewissen Herrn Keller (der speziell nach ihm hatte suchen lassen) sehr gelegen. Vor allem, da es darum ging, der GENOM CORPORATION endlich eins auszuwischen.
Einige Tage später traf Pius mit einer kleinen Gruppe ortsunkundiger ‚Wälschi’ zusammen, welche sich von ihm Hilfe bei einem Einbruch in die GENOM-Forschungsabteilung der Wissenschaftlichen Labors beim ehemaligen Badischen Bahnhof erhofften. Vor allem die Tatsache, dass es so unauffällig und unblutig wie nur möglich ablaufen sollte, ließ ihn mit Feuereifer an die Aufgabe gehen. So lange nur diese unfähigen Idioten von Wissenschaftlern ihr Fett abbekamen und seine Geburtstadt unbehelligt blieb, war es ihm inzwischen sogar egal, was aus ihm selber wurde. Jetzt erwies sich all die vergeudete Zeit innerhalb dieser tristen und sterilen Forschungsstätten, in der er von Labor zu Labor gescheucht, getragen und gerollt worden war, als extrem hilfreich. Aber vor allem seine Unbedenklichkeitsbescheinigung für die GENOM-Forschungsabteilung (die man ihm nachwarf, als er innerhalb einer Woche acht Mal eingewiesen werden musste und dabei bei einer der knapp 40 minütigen Sicherheitskontrollen sein Cyberarm unbeabsichtigt eine millionenteure Apparatur pulverisierte) erschien ihm plötzlich wie ein Geschenk des Himmels. Vom ersten Augenblick an zog ihn die lockere, freundliche und kameradschaftliche Umgangsart der Romands in ihren Bann. Und so gut, wie er sich mit dem selbsternannten Anführer der Fünf verstand, so sehr vernarrte er sich in die Magierin der Gruppe.

Shadowtalk Pfeil.png Wer würde sich nicht in Duchesse verlieben?
Shadowtalk Pfeil.png le bélier

In der knappen Zeit, die ihnen für alle Vorbereitungen blieb, erlebte Pius zum allerersten Mal in seinem Leben, wie es sich anfühlen könnte, einer Familie anzugehören.

Es war ein kalter Februarabend mit knapp einem halben Meter Neuschnee, an dem Pius Meyer Wettstein in den mehrfach gesicherten Empfangsraum der GENOM CORPORATION-Forschungsabteilung trat. Im Innern herrschte gerade ein ziemliches Tohuwabohu, zwischen dem diensthabenden Angestellten (einem Kollegen aus dem Sportverein), einigen herbeigeeilten Sicherheitsleute (die beide mit ihm in der gleichen Fasnachtsclique waren) und fünf CyberTech - Spezialisten aus der CSF, die leider nur des Französisch mächtig waren und einzig für diesen Abend angereist waren um einer Produkt-Präsentation beizuwohnen.
Eigentlich hatte wohl jeder Bürger der SEg mal gezwungenermaßen Französisch in der Schule gebüffelt (es meistens gehasst) und vielleicht gerade deswegen als Erwachsener so gut wie nur möglich zu verdrängen versucht. Unter diesem typisch schweizerischen Aspekt gestaltete sich die momentane Kommunikation jedoch ziemlich schwierig.
Als sich nun Pius selbstlos anerbot, die fünf Spezialisten persönlich zum Demonstationsraum zu führen - da er selber zum gleichen Stockwerk unterwegs war - machte sich allgemein Erleichterung breit. Die Sicherheitsleute begleiteten sie noch bis zur nächsten Lift-Hauptschleuse und hatten dabei aber nur Augen für die äußerst liebenswürdige Romand-Dame mit ihren prickelnden, aber vergeblichen Versuche, einen Satz auf deutsch so auszusprechen, dass man ihn nicht falsch verstehen konnte. Auf ein Ehrenwort Pius verabschiedete man sich und die Wachen kehrten an ihren Posten zurück.
Eigentlich blieb Pius nur noch später mal anzugeben, dass er wohl das falsche Stockwerk angewählt und man es zu spät bemerkt hatte. Auf der Suche nach jemanden, der sich in dem Sicherheitsbereich auskannte, hatte man sich dann sinnlos verirrt. Die Konsequenzen waren ihm egal.
Doch dies war die Nacht vom 8. Februar 2029.
Mit dem Licht fielen plötzlich auch alle stromabhängigen Systeme der GENOM-Forschungsabteilung aus. Kein Alarm, keine Sirene ertönte. Kein Lift funktionierte mehr. Auch das fünffach gesicherte Notsystem blieb mehrheitlich tot. Je nach letztem Sensoreninput und momentaner Sicherheitseinstufung, entriegelten sich manche Türen und neuralgische Schleusen, während andere tot blieben oder sich luftdicht versiegelten. Aber vor allem das überragende Sicherheitsdispositiv des angrenzenden Laborareals versagte komplett!
Auf ihrer mühseligen Odysse zurück an die Oberfläche, welche ihnen ihr ganzes Können als Runner abverlangte, gelang es Pius sogar seine Mitstreiter aus der CSF von der Notwendigkeit zu überzeugen, einen Teil des Sicherheitsdispositives des Fabrikareals C von Hand hochzufahren.

Shadowtalk Pfeil.png Na ja, es lag nur noch eine Schleuse zwischen uns und der Freiheit, als dieser Garçon durchs Panzerglas hinaus zum gegenüberliegenden Komplex zeigte und was von geöffneten Druckausgleichsschleusen und Freisetzung von kontaminierten Stoffen schrie. Das wir was unternehmen müssten und die ganze Stadt in großer Gefahr sei! Und so weiter…

Eigentlich waren wir der Meinung, dass das nicht auch noch unser Problem sein musste. Bis plötzlich sein Blick eiskalt wurde, er hinaus zu einigen Crittern, die ich nicht bemerkt hatte und normalsterblichen Angestellten, welche sich wie rasende Furien am zerfleischen waren, zeigte und dann zu den wie aus Papier wirkenden Chemoanzügen an der Schleuse. Und dann kam sein markantes „Ihr wollt wirklich mit denen da raus?“.

Wir folgten ihm in den unterirdischen Tunnel.
Shadowtalk Pfeil.png Duchesse

Dies gelang ihnen sogar, wobei Pius dabei ziemlich schwer verletzt wurde. Doch er kollabierte erst, nachdem er noch einem Freund, der für den Lokalsender «Radio Gryff» arbeitete, eine Warnung durchgegeben hatte. Nach all den jüngsten Ereignissen, entschied man sich, den notdürftig zusammengeflickten 17 jährigen Jüngling in die CSF mitzunehmen, wo er genesen und ein neues Leben beginnen konnte.
In dieser Nacht starb Pius Meyer Wettstein; eines von den über 1'000 Opfer der «Nacht der Schande».

Ein gewisser Dr. Seltsam jedoch verdiente sich in den kommenden Jahren in den Schatten der CSF und Frankreichs seine Sporen.

Seine Rückkehr[Bearbeiten]

Als er jedoch Jahre später in sein geliebtes Basel zurückkehrte, erkannte er es fast nicht mehr. Vor allem das Denkmal, welches sich die Genom Corporation auf die «Nacht der Schande» ins Zentrum Basels gerammt hatte, ließ sein Herz bluten.
Von diesem Tag an, nannte er sich Gryff, in Anlehnung an die heraldische Figur Basels (welche die wirklichen Werte der Stadt hochhielt) und zu Ehren derjenigen, die auch dann an ihn glaubten, als alle anderen ihn bereits aufgegeben hatten.
Und er schwor sich - wissend, dass er den Moloch GENOM niemals besiegen würde können – diesem wo er nur konnte Steine in den Weg zu legen und ihn gebührlich für das Bluten zu lassen, was er Basel und ihm persönlich angetan hatte.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Gryff 2070
© StellaCadente113

Als er noch als Runner unterwegs war, wurde Gryff mal gesagt, er sähe dem ehemaligen schweizer Schauspieler Maximilian Schell - als dieser noch jung war - wie aus dem Gesicht geschnitten aus.
Er war schon immer ein Mensch von stattlicher Erscheinung; braunhaarig, stets mit einem entwaffnendem, schon fast überlegenem Lächeln auf den Lippen und von ausdrucksstarken Augen (vor allem seit er als Changeling obsidianschwarze Raubvogelaugen mit goldenen Iriden besitzt). Jederzeit charmant und von großer Eloquenz, spricht er meistens mit ruhiger, eindringlicher Stimme.

Sein modisches Empfinden veränderte sich dafür diametral im Verlauf der Jahren. So abenteuerlich und gewagt er auch als Runner auftrat, so modebewußt und farblich abgestimmt kleidet er sich heutzutage als Schieber.
Sein offensichtlichstes Erkennungszeichen waren und sind auch heute noch seine Cyberarme. Stets state-of-the-art, in Form und Beschaffenheit fast schon wie echte; nur stets aus weisser Industriekeramik.

Shadowtalk[Bearbeiten]

  • Chrom und Dioxin:
  • S.51/52 Feststellung, dass die Waffengesetze in der SEg und CSF etwa gleich sind; das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit jedoch in der CSF lockerer, in der SEg dafür sehr restriktiv gehandhabt wird.
  • S.78 Kommentar zum GENOM-Hochsicherheitstrakt, aus dem in der Nacht der Schande das KOFF-99 entwich, und wie er seinen zweiten Arm verlor.
  • S.80 Erklärt, wo sich Lisoálfas Anwaltskanzlei in der GENOM-Arkologie befindet (32. Stockwerk) und das schon mehrere Attentate darauf stattgefunden haben.
  • S.80 Gibt eine Kurzbeschreibung der Katakomben unter der GENOM-Arkologie ab.
  • S.81 Gibt Auskunft darüber, dass der Weisse Hirsch Treffpunkt für Wetwork Spezialisten und Gestaltwandler ist.
  • S.89 Feststellung, daß sich in den Katakomben Fideals meistens von der Decke auf ihre Opfer fallen lassen.
  • S.106 Einschätzung der Gefährlichkeit einer Pilatus UL-03 ‚Braeme’ in der Schweiz.
  • S.107 Relativierung der Gefährlichkeit der Droge GENOM P-0020 ‚Wiild Maa’
  • S.108 Kommentar zum ‚Wiild Maa’, dass manche Staaten diese Droge noch einsetzen, weil sie lieber Kampfmaschinen anstatt denkende, empfindende Menschen befehligen wollen.
  • Walzer, Punks und Schwarzes ICE:
  • S.142&143 Erkundet sich aufgewühlt ob Lisoálfa das Attentat doch überlebt hat.


Quellen[Bearbeiten]

Gryff ist der Runner des Benutzers Lobezno und taucht als Shadowtalker in Chrom & Dioxin, wie auch in Walzer, Punks & Schwarzes ICE mehrfach auf.
Und in dessen Erzählung Der letzte Flug des Greifen wird schließlich seine Rückkehr in die Schatten und sein letzter Run geschildert.