Heidelberger Schloss

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Heidelberger Schloss
Überblick (Stand:2072)
Location: Schlossruine (Touristenattraktion)
Lage: oberhalb Heidelbergs, Bezirk Rhein-Neckar, Groß-Frankfurt, ADL
Koordinaten:
49°24'36" N, 8°42'57.6" O (GM), (OSM)

GeoPositionskarte ADL - Heidelberger Schloss.PNG

Das Heidelberger Schloss ist eine Burg- respektive Schlossruine, die am Nordhang des Königstuhls oberhalb der Altstadt Heidelbergs thront, und das Wahrzeichen der Stadt ist. Sie bildet auch auch in den 70er Jahren des 21. Jahrhunderts noch eine bedeutende Touristenattraktion.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Burg in Heidelberg („castrum in Heidelberg cum burgo ipsius castri“) wurde im Jahr 1225 erstmals urkundlich erwähnt, als Ludwig I. diese Burg vom Bischof Heinrich von Worms als Lehen erhielt. Die Erbauer dieser Burg waren vermutlich die Herzöge von Bayern. In den folgenden Jahrhunderten kam eine zweite Burg oberhalb der ersten hinzu, die beide kontinuierlich umgebaut, vergrößert und erweitert wurden und schließlich zusammenwuchsen, bis die Burganlage die Ausmaße des heutigen Heidelberger Schlosses erreichte. Als solches war es zeitweilig Königsschloss und beherbergte vorübergehend hochrangige Gefangene einschließlich eines Papstes, ehe es zur Residenz der Kurfürsten von der Pfalz wurde. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Schloss dann 1689 und 1693 durch die Soldaten Ludwigs XIV. zweimal zerstört und anschließend nur in Teilen wiederhergestellt, während ein Großteil der Bauwerke seither in Ruinen liegt.

In den vergangenen Jahrhunderten wurde das Heidelberger Schloss - sowohl vor als auch nach der Zerstörung durch die Franzosen - von mehreren Bränden heimgesucht. Seit dem Erwachen herrscht hier dadurch eine signifikante Hintergrundstrahlung, und die Studenten der thaumaturgischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität nuzten die Ruine als Forschungsobjekt und für Übungen in astraler Spurensuche. Daneben wurde Ende der 2050er, Anfang der 60er von einer gemeinsamen Forschergruppe der RKU, in der sich Hermetiker und Archäologen zusammengetan hatten, eine komplette, bis dato unentdeckte Alchemistenküche am Turm des Apothekers ausgegraben. Die anfangs hierin gesetzten Hoffnungen, der Fund würde die Heidelberger Alchemieforschung erheblich voranbringen, haben sich jedoch offenbar nicht erfüllt. Die Fundstücke verschwanden nach anfänglichem, großen Medieninteresse in den Magazinen der Universität, die Forschergruppe wurde 2064 aufgelöst und hat sich in alle Welt zerstreut.

Shadowtalk Pfeil.png Interessant ist nur, daß die Ex-Mitglieder der Forschergruppe inzwischen an der Prager Karlova und am MIT&T forschen... da fragt man sich doch, ob die Untersuchung der Fundstücke vielleicht doch nicht so ergebnislos geblieben ist?!
Shadowtalk Pfeil.png Magister

Große Teile des Heidelberger Schlosses können - trotz Nutzung durch die RKU - auch weiterhin von Touristen begangen und besichtigt werden, wobei die ausgestellte Sammlung des deutschen Apothekermuseums durch die Entnahme von potentiellen Reagenzien einen Teil der gezeigten Materialien eingebüßt hat. Seit dem Erwachen wurde zudem der Geist des Hofnarren Perkeo hier wiederholt gesichtet, der gelegentlich mit den Touristen seinen Schabernack treiben soll. - Er gilt als relativ ungefährlich, hat aber durch das Hervorrufen von Trunkenheit in unbeteiligten Personen schon wiederholt peinliche Situationen verursacht.

Shadowtalk Pfeil.png Eher harmlos?! - Die lebensgefährliche Alkoholvergiftung, zu der dieser Dreks-Zwerg mehreren meiner Klassenkameradinnen vom Lyzeeum bei einem Schulausflug auf's Heidelberger Schloss verholfen hat, war entschieden mehr, als nur eine Peinlichkeit...
Shadowtalk Pfeil.png LISA

Da ein Wiederaufbau des Schlosses in dem Zustand, in dem es sich vor seiner Zerstörung befunden hatte zwar technisch ohne Weiteres machbar gewesen wäre, aus Gründen des Denkmalsschutzes jedoch ausgeschlossen war, gibt es für die Touristen in den 2070ern stattdessen AR-Overlays, die das Schloss in alter, unzerstörter Pracht zeigen. Verantwortlich für die aufwändige AR-Restaurierung, die nicht nur die Fassaden und Dächer, sondern auch die Innenräume einschließlich der Einrichtung und zahllosen Altagsgegenständen aus vergangenen Jahrhunderten umfasst, ist die AGC-Tochter MSI. Das touristische Vermarktungspotential des Heidelberger Schlosses wurde durch das Angebot spezieller Matrix-Führungen noch mal erheblich gesteigert.

Nichtsdestotrotz rechnete sich der touristische Betrieb der Ruine mit AR-Overlays wegen den Betriebs- und Instandhaltungskosten nach einer gewissen Zeit nicht mehr, und in der Folge zog der Heidelberger Zoo aufs Schloss um, das er nun - zusammen mit nahezu dem kompletten Schlossberg - belegt. Wegen der dort gehaltenen und gezeigten, teilweise über äußerst gefährliche Kräfte verfügenden paranormalen Crittern ist der gesamte Schlossberg mit einem Netz aus magischen Abschirmungen, Hütern und Barrieren überzogen. Diese magischen Sicherheitsmaßnahmen machen - in Kombination mit einer aus der gewalttätigen Geschichte des Schlosses mit seiner wiederholten Zerstörung durch Kriegsereignisse und Feuersbrünste gespeisten Hintergrundstrahlung - den Aufenthalt dort nun für wenigstens einen Teil der magisch Begabten äußerst unangenehm. - Zudem soll die geschäftstüchtige Zoodirektorin, von der die Initiative des Umzugs des Zoos auf den Schlossberg ausging, durch einen Sturz in den tief in den Schlossberg hinabreichenden, trockenen Schlossbrunnen ums Leben gekommen sein. [1]

Neben dem Betrieb des Critter-Zoos fanden hier auch Forschungen (einschließlich Experimente mit Paracritter-Genetik und Versuche der Neuzüchtung ausgestorbener Tierarten) in unterirdischen, in den Schlossberg hineingebauten Forschungseinrichtungen statt, wobei man über eine enge Zusammenarbeit von Zoo, Heidelberger Universität und der AG Chemie munkelte [1].

Während eines Symposiums, bei dem - angeblich - ein lange ausgestorbenes, genetisch neugezüchtetes Tier einer Fachöffentlichkeit vorgestellt werden sollte, kam es zu einer Katastrophe. Ein extrem öffentlichkeitsscheuer, abgeschottet lebender Wissenschaftler, der für die Erschaffung dieses Geschöpfes verantwortlich war, sollte bei der Veranstaltung erstmals seit vielen Jahren öffentlich auftreten, und ein Runnerteam, das im Auftrag des Großen Drachen Kaltenstein operierte, sollte diesen bei dieser Gelegenheit extrahieren. - Tatsächlich war das Ganze jedoch eine Falle, die der Wissenschaftler seinen Feinden und Verfolgern gestellt hatte. Die genetisch erschaffene Parakreatur, mit der er die Runner konfrontierte, besaß eine einzigartige Critterkraft, durch die sie eine Ausstrahlung emittierte, die wie ein extrem potentes Wahrheitsserum wirkte. - Unglücklicher Weise hatte das künstlich erschaffene Geschöpf daneben noch eine zweite, paranormale Eigenschaft, nämlich Hüter und magische Barrieren zu verzehren! - Als im Zuge der zu diesem Zeitpunkt bereits gescheiterten Extraktion (und des Eingreifens eines Hit-Teams, das es ebenfalls auf den Genetiker abgesehen hatte, und hinter dem Saeder-Krupp stand) die Abschirmung um den Glasbehälter mit dem genetisch erschaffenen Critter zerstört wurde, so dass dieser nicht nur seinen Schöpfer töten, sondern sich auch an den magischen Barrieren des Para-Zoos gütlich tun konnte, kam es daher zur Katastrophe: Unzählige, gefährliche Critter konnten ihre Parakräfte gegen die Zoobesucher, das Personal und die Teilnehmer des Symposiums einsetzen, und teilweise auch aus ihren Gehegen, Terrarien und Vollieren entkommen. Es gab mehrere Tote und eine weit aus höhere Zahl an Verletzten, und es war kaum absehbar, wie lange es dauern würde, die Critter alle wieder in ihre Käfige zu sperren oder unschädlich zu machen. Daher war es mehr als fraglich, ob der Zoo nach diesem Desaster je wieder für das allgemeine Publikum öffnen würde! [1]

Ein Nachspiel hatte das Ganze, als Frau Prof. Geber, eine Parazoologin von der Eberhard-Karls-Universität im württembergischen Tübingen ein Runnerteam anheuerte. Ihr Auftrag lautete, einen bestimmten Critter - einen sogenannten Roggenwolf - samt der Forschungsdaten ihrer wissenschaftlichen Konkurrentin Prof. Graf aus dem von der MET2000 abgeriegelten Zoo- und Schlossberg-Gelände zu holen. - Da ein Roggenwolf seine spezifischen, paranormalen Eigenschaften nur deshalb besitzt, da er von einem Geist bewohnt wird, und das Tier unbedingt intakt, mit bewohnendem Geist, übergeben werden musste, kann man sich denken, dass dieser Auftrag alles andere war, als ein Milchrun! - Dass mehrere Heidelberger Studentenverbindungen keinen Zugang mehr zu ihren Verbindungshäusern hatten, weil diese innerhalb des abgesperrten Bereichs an den Hängen des Schlossbergs lagen (und ihre Mitglieder diesen Zustand teilweise so nicht hinnehmen wollten), machte es auch nicht besser. [2]

Gelöst war die Affäre jedenfalls auch mehrere Monate später noch nicht: Der Schlossberg war weiterhin abgesperrt, "Critter" stellte in den Ohren der Heidelberger Bevölkerung nach wie vor ein Reizwort dar, das jeder Zeit Panik auslösen konnte, und die alljährlichen Schlossfestspiele im Sommer 2081 fanden daher statt - wie traditionell üblich - auf dem Schloss im Freilufttheater auf dem Heiligenberg statt. - Zudem waren vermutlich mehrere der ausgebrochenen Critter vor der Abriegelung des Geländes entkommen, und in die Höhenlagen des Odenwalds geflohen, wo ein Teil von ihnen scheinbar irgendwie überlebt, und ein neues Habitat gefunden hat [3].


Quellen[Bearbeiten]

Quellendetails:[Bearbeiten]


^[1] - Der vitruvianische Moment - Roman von Martina Noeth
^[2] - Der Almanach - Sonderpublikation zum Gratisrollenspieltag (GRT2019) - Abenteuer "Jagdsaison"
^[3] - Grimmes Erwachen - Abenteuer "Ring aus Feuer"

Weblinks[Bearbeiten]