Europort

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Europort

Europort ist der größte Sprawl in den Vereinigten Niederlanden und der größte Hafen Europas wenn nicht der 6. Welt. Die Stadt wurde auf den Überresten von Rotterdam, das durch die Schwarze Flut vollständig zerstört wurde, aufgebaut. [1]

Geschichte

Die verheerende Überschwemmungskatastrophe der Schwarzen Flut im Februar 2011 zerstörte die niederländische Hafenstadt Rotterdam mitsamt ihrem Öl- und Containerhafen komplett. Daher wurde Europort an der Stelle dieser alten, untergegangenen Stadt komplett neu errichtet. Diese neue Stadt war von Anfang an eine reine Konzern-Enklave, in der allein die Kons und ihre Vertreter das Sagen hatten, und dafür sorgten, daß der Betrieb wie ein Uhrwerk funktionierte... [1] [2]

Die Proteus AG errichtete hier eine Mini-Arkologie, die - ebenso wie ihre Berliner Niederlassung auf dem ehemaligen Fuchi-Gelände als öffentliche Fassade für den skrupellosen und geheimnisumwitterten Nordsee-Kon gedacht war, und die 2063 feierlich eröffnet werden sollte. Diese Veranstaltung wurde jedoch durch die Entführung eines Proteus-Vorstandsmitglieds massiv gestört.

Der angespannte Friede zwischen die zahlreichen, eng aufeinander sitzenden Megakonzernen, die sich hier angesiedelt hatten, wurde in der Folge während der Schockwellen des Proteus-Skandals gebrochen, als sich bewaffnete Proteus AG Sicherheitstruppen und Konzerntruppen Ares Macrotechnologies offene Gefechte um ein Krankenhaus lieferten, in dem sich Shadowrunner mit einem Mitglied des Marionettenvorstands von Proteus verschanzt hatten. [3]

Im Verlauf des 2. Matrixcrashs im November 2064 war eine von Winternights EMP-Bomben für Europort bestimmt. Nach der Festnahme der Anführer der apokalypthischen Terroristen durch EuroPol und dem Zusammenbruch Fridays im Verhör, das ebenfalls hier stattfand, wurde der nukleare Sprengsatz jedoch mit samt dem Werbezeppelin, in dem er versteckt war, über die ohnehin radioaktiv verseuchte SOX geschleppt, wo er letztlich detonierte. [4]

Regierung

Regiert wird die Stadt vom Europort Administrative Ruling Council (EARC) - dem Europort Verwaltungsrat - der auch die Polizeikräfte unterstehen, die als Einzige außerhalb der jeweiligen Konzerngelände bewaffnet patroullieren dürfen.

Beschreibung der Stadt

Während die öffentlichen Fassaden der Konzerne - namentlich die diversen Mini-Arkologien - eine saubere, glänzende Chrom- und Glasarchitektur zur Schau stellen und in diesem Bereich sogar einige gepflegte Grünflächen angelegt wurden, und große Teile des Containerhafens mittels modernster Drohnentechnologie weitgehend automatisiert sind, bilden die Wohnquartiere, wo die Hafenarbeiter leben müssen, einen ebenso augenfälligen wie hässlichen Kontrast: Die Arbeiterschaft Euroports ist durchwegs arm und unterbezahlt, und ihre schäbigen Appartements und Kneipen liegen in bestenfalls notdürftig gereinigten Gebieten, wo man den von der Flut hinterlassene toxischen Schlamm und Drek samt dem entsprechenden Gestank direkt vor der Haustür hat.

Natürlich gibt es im Europort-Sprawl auch einiges an Industrie, namentlich Werften und Raffinierien, die sich speziell im Umfeld des Ölhafens angesiedelt haben, und die das ihre zur horrenden Umweltverschmutzung und dem allgegenwärtigen Dieselgestank beitragen, der teilweise sogar das eklige Aroma der verseuchten Nordsee überlagert... [3]

Konzernpräsenz

Weil in Europort so viele exterritoriale Konzerne so dicht auf einander hocken, gibt es dort außerdem die strikte Vorschrift, daß keiner seine Konzerntruppen außerhalb seines eigenen Geländes einsetzen darf, um nicht als Funke auf dem Pulverfass zu wirken. Im Zusammenhang mit dem Proteus-Skandal anno '63 wurde diese Regel allerdings sowohl von Ares Macrotechnology als auch von der Proteus AG grob verletzt, die eine regelrechte Schlacht um ein Krankenhaus austrugen, in dem sich die Runner mit dem entführten Proteus-Vorstandsmitglied aufhielten.[3]

Regulus Joint Industries errichtet hier sein neues Konzern-HQ, nach dem der Euro-Konzern 2062 aus der Fusion des niederländischen und des britischen hervorgegangen ist. Der Arkologie-Neubau soll die relatv heruntergekommene «Angel Towers Arcology» in London ersetzen, die bislang das Regulus-HQ darstellt. [1]

Proteus AG

Die Proteus AG errichtete in Europort ein Verwaltungsgebäude, das - ähnlich wie die Proteus-Arkologie in Berlin - als öffentliche Fassade des paranoiden Nordsee-Kons konzepiert war und intern, unter den Gründer genannten Verschwörern den Codenamen "Askalon" trug. Die feierliche und öffentlichkeitswirksame Einweihung im Jahre 2063, die von den diversen hässlichen Gerüchten um allerlei illegale Aktivitäten im verseuchten Marschland und Experimente mit paranormalen maritimen Crittern in seinem Arkoblock in Groeningen ablenken sollte, wurde durch die Entführung eines Proteus-Vorstandsmitglieds durch Shadowrunner gestört, und daher auf unbestimmte Zeit verschoben. Nach der Umstrukturierung von Proteus durch den Stiftungsrat der wieder auferstandenen Goldammer-Stiftung diente die Mini-Ark vorallem dem Handel mit und der Vermarktung von Proteus-Produkten. [3]

Unterwelt

Trotz des hohen Automatisierungsgrads des Frachthafens (der das eigentlich gerade verhindern soll) operieren hier auch eine Vielzahl an Verbrechersyndikaten - etwa die Tremaine-Guliyev-Organisation der Vory v Zakone - und Schmugglerbanden, die von der schieren Größe und Unübersichtlichkeit des Geländes profitieren. Hierzu gehören auch die «Adinkra», ein Ghanaisches bzw. Ashanti-Syndikat, das im Handel mit Blutdiamanten mit drinsteckt und die «Sosmarias», ein ethnisches Syndikat von Auswanderern aus Amazonien, die erwachte Drogen schmuggeln. Das Geschäft mit dem Laster wie Spielhöllen, Bordellen, Coffeeshops usw. liegt dagegen in den Händen einer lokalen, niederländischen Unterweltorganisation namens «Dutch Penose». [2]

Im Verlauf des Drogenkriegs der 2071 um die Anteile am Verkauf der neuen BAD Tempo ausgebrochen ist, haben die britischen Yardies ihre Geschäfte ausgeweitet, und schmuggeln das Zeug auch über Europort aufs Festland... [5]

Quellen

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Europort in der Shadowhelix, wo er unter GNUFDL steht. Eine Liste der Autoren kann man hier nachlesen.

Primärquellen zu Europort sind:

  1. Europa in den Schatten / Shadows of Europe
  2. Corporate Enlaves p.116-118 - Company Towns: Europort (nur englisch)
  3. Schockwellen
  4. Systemausfall / System Failure
  5. Tempo-Shadowtalk (Chat-) Transkript als Pdf auf http://www.shadowrun4.com (englisch)