Memoiren eines Lichtträgers / Abseits des Weges - Part 1 - 3

Aus Shadowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bei den folgenden Texten handelt es sich um das Tagebuch des Runners Silencio, aus dem später die Aufzeichnungen des Teams Bulletproof wurden, welches schließlich den Orden der Lichtträger neu gründete.
Jedes initiierte Mitglied der Lichtträger erhält ein Exemplar dieser Aufzeichnungen unter der Auflage es nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen, dennoch erschienen Ende 2075 erste Teile der Aufzeichnungen in verschiedenen Data Havens. Ob es sich um Verrat oder eine Art von Rekrutierungsflyer der Lichtträger handelt ist bislang unbekannt.
Der aktuelle Stand der Veröffentlichung hier, entspricht dem Stand der Veröffentlichung ingame vom 15.10.2076.

Bisher erschienene Kapitel:

Achtung Spoiler! SPOILERWARNUNG! Achtung Spoiler!
Dieser Text kann Informationen enthalten durch die der "Genuss" folgender Romane und Abenteuer eingeschränkt wird:

Romane:

Abenteuer:

MeL 33: Abseits des Weges Part 1 / Back to the roots[Bearbeiten]

Timecode 24.01.2055 / 23:00:00[Bearbeiten]

Wie vereinbart trafen wir uns im «Nosferatu», um die Details des Runs zu besprechen, den ich letzte Nacht an Land gezogen hatte. Zu meiner Verwunderung war aber nicht der Run Thema Nummer Eins, sondern unsterbliche Elfen.
„Wenn ich das richtig verstanden habe, ist dieser Harlekin sowas wie der Outlaw unter diesen Unsterblichen“, äußerte leon gerade als ich am Tisch Platz nahm.
„Wie kommst du denn darauf?“ wollte Dust wissen. Ich hob ebenfalls skeptisch die Augenbraue und fixierte leon bei ihrer Antwort.
„Naja, wenn das stimmt, was Tommy und ich so ausgegraben haben, sollen ja so einige von den Jungs und Mädels im Prinzenrat zu diesen unsterblichen Elfen gehören. Alles nur Schattengerüchte, na klar! Aber jedenfalls, dieser Harlekin scheint kein Freund von denen zu sein. Ihr habt selbst erzählt, dass er irgend’nen Beef mit Ehran zu laufen hat und der gehört ja auch zum Prinzenrat. Und dann hat euer Chummer wohl auch einige Details rausgerückt, die dem Prinzenrat nicht passen. Oder hat einer von euch schonmal was von ’ner „Blood Queen“ gehört, die angeblich mit im Prinzenrat sitzen soll?“ leon schaute mit offenen Händen fragend in die Runde.
„Er ist nicht unser Chummer! Er ist ein Ätz-Müsli, ’n Grashalmknicker, verstehst du? Und nein, habe ich nicht. Juckt mich aber auch nicht weiter“, erwiderte Ator leicht entrüstet. „Lasst uns lieber hören, was Sille zu berichten hat. Ich könnte mal wieder ein paar Nuyen vertragen“, wandte er sich an mich.

Der Run, den mir Empty Space vorgeschlagen hatte, war eine Art Search&Rescue-Mission, die uns ausgerechnet nach Redding führen sollte.
Laut den Informationen des Auftraggebers, der natürlich anonym blieb, sollte nordöstlich von Redding ein Flugzeug abgestürzt sein. Dieses sollten wir lokalisieren und eine Person finden, die eine besondere Form von Körperpanzerung trug, die erstaunlich genau, inklusive Identifikationsnummer, vom Auftraggeber beschrieben wurde.
Es war also davon auszugehen, dass der Auftraggeber über Insiderinformationen verfügte. Nichts, worüber man sich Gedanken machen musste, aber wir wollten es im Hinterkopf behalten.
Sollte die Person nicht lebend geborgen werden können, war die Panzerung als Primärziel zu sichern und dem Auftraggeber zu übergeben.
50.000 NY für jeden von uns, plus insgesamt 50.000 bei Übergabe der Rüstung und weitere 50.000 bei Übergabe der lebenden Trägerin, waren für uns drin.
Ators Augen begannen zu leuchten.
„Genau was ich jetzt gebrauchen kann. Ich bin dabei, und du doch auch Sille, sonst hättest du uns den Run doch gar nicht vorgeschlagen.“ (Notiz an mich selbst: Ator demnächst mal deutlich darauf hinweisen, dass ich diese Verkrüppelung meines Straßennamens nicht leiden kann.)
Ich grinste trotzdem und hob zustimmend den Daumen. „Ich möchte euch aber nicht vorenthalten, dass dieser Job ein Risiko birgt, das wir nicht aus den Augen verlieren sollten. Die mutmaßliche Absturzstelle liegt im Einflussbereich von Hestaby.“
Ich sah in skeptische und fragende Augen und sah mich daher genötigt, ein paar Details zu den Verhältnissen an der Grenze von Tír Tairngire und Kalifornien zum Besten zu geben.
„Wie ihr ja wisst, habe ich ’37 da unten gegen die Elfen gekämpft und es war echt kein fairer Krieg. Aber das ist‚ ne andere Sache. Jedenfalls haben die Grashalmknicker ’53 noch ’nen Versuch gestartet und wurden von Hestaby aufgehalten. Ich weiß nicht, wer von euch den damaligen KSAF-Livebericht gesehen hat, aber der war ziemlich eindrucksvoll.“
leon begann ihren Taschensekretär zu bearbeiten. Sie war damals noch in Europa gewesen und hatte wahrscheinlich am wenigsten Ahnung von diesen Vorgängen.
„Seither“, setzte ich meine kleine Geschichtsstunde fort, „hat Hestaby einen großzügigen Bereich um den Mt. Shasta zu ihrer Domäne erklärt. Ich hab noch ein paar Connections in Redding, und die berichten, Hestaby hat sich etwas zickig mit unerlaubtem Eindringen in ihre Domäne.“
„Nicht schon wieder Drachen! In was für ein Team bin ich hier geraten?“ Dust war deutlich entsetzt.
„Mach dir nicht so ’nen Kopf wegen der Drachen.“ Ator legte ihre beruhigend die Hand auf die Schulter. „Ist doch mit dem letzten ganz gut gelaufen.“
„Und schon wieder Elfen“, wandte leon ein, ohne von ihrem Taschensekretär auf zu schauen.
„Jetzt mach dir wegen denen nicht ins Hemd, die dürfen da sicher auch nicht rein“, aber offenbar hatte ich leon missverstanden.
„So meine ich das nicht.“ Sie blickte auf und schien sich ernsthafte Gedanken zu machen. „Ich meine, ihr habt mir doch von diesem Harlekin erzählt, den ich gestern gesehen habe, und ich sehe da irgendwie eine Verbindung. Meint ihr nicht?“
Wir waren überfragt, und leon fuhr fort. „Naja, was ihr damals erlebt habt, war doch ’n Beef zwischen zwei Elfen, von denen einer heute im Prinzenrat sitzt und ich den anderen gestern Abend zufällig getroffen habe. Zufällig werden wir alle, mehr oder weniger gleichzeitig, von einer Marketingfirma befragt, die es scheinbar gar nicht gibt. Und jetzt werden wir zufällig in das Grenzgebiet zwischen Tír Tairngire und Kalifornien geschickt, um ein Flugzeug zu finden, das mutmaßlich von einer der beiden Seiten abgeschossen wurde.“
Ich verstand nicht so ganz die Zusammenhänge, die leon da herzustellen versuchte, aber die nächsten drei Stunden wurde über die mögliche Verwicklung unsterblicher Elfen in unseren aktuellen Run diskutiert. Jedem von uns war klar, wir würden es ohnehin tun, aber man kann sich nie genug Gedanken machen.
Ich beteiligte mich praktisch nicht an dieser Diskussion, da ich sie für zu weit hergeholt hielt und machte mich daran, einen Transport für uns zu besorgen. Dank meiner Reise Ende letzten Jahres nach Redding hatte ich entsprechende Kontakte und es bedurfte lediglich einer Preisverhandlung, um einen geeigneten Transport via Schiff nach Nordkalifornien für uns zu arrangieren. Zu unserem Glück sollte unser Transport bereits in wenigen Stunden vonstatten gehen.
Nachdem ich ein entsprechendes Arrangement getroffen hatte, wandte ich mich wieder meinen Chummern zu.

„Bevor wir jetzt weiter reden, würde ich gerne wissen, ob ihr auch seltsame Träume hattet“, fragte Ator gerade in die Runde.
Wie waren wir denn zu dem Thema gekommen? Aber es erregte mein Interesse, denn ich selbst hatte in der letzten Nacht einen ungewöhnlichen Traum gehabt. Und offenbar war ich nicht der Einzige.
„Seltsam ist, dass ich überhaupt mal was geträumt habe.“ Dust knackte mit den Knöcheln ihrer in taktische Handschuhe gehüllten Finger. „Seitdem ich das ganze Chrom im Körper hab‘, ist das echt selten. Letzte Nacht war eine dieser seltenen Gelegenheiten: Ich stand schwer gerüstet auf einer Zinne, wie in so ’nem Fantasy-Sim, leider ohne Cyberware. Ich schaute in die aufgehende Sonne. Ich glaube, ich hatte so ’ne Art Kampfspeer in der Hand. Dann sah ich sie. Erst wenige, dunkle Gestalten, dann immer mehr. Sie kamen in einer einzigen, riesigen Horde auf die Festung zu, zu deren Schutz ich hier stand. Sie überrannten die Mauern und zerrissen mich in winzige Fetzen ohne, dass ich auch nur ein Einziges der Wesen besiegen konnte.
War irre! Und ich war echt froh, als ich aufgewacht bin und alles in Ordnung war.“
Auch wenn ihre Cyberaugen keine Emotionen transportieren konnten, spürte ich die Angst, die hinter diesen Augen Einlass gefunden hatte. So kannte ich unsere Chromprinzessin bisher gar nicht.
„Ich hatte zwei Träume, ich kann sie nicht, wie Dust, wiedergeben, aber im ersten ging es darum, dass ich jemandem helfen sollte, aber selbst gar nicht in der Lage war, Hilfe zu leisten. Im zweiten Traum beobachtete ich jemanden dabei, sich selbst zu opfern, um andere zu retten, und irgendwie wurde mir klar, dass ich sowas nicht tun würde. Keine Ahnung, was man daraus lesen will, aber wenn wir hier gerade von Träumen sprechen… Und was bringt dich überhaupt zu diesen Fragen, Ator? Du hattest also bestimmt auch einen Traum, oder?“ Ich war mir nicht ganz sicher, ob Ator seinen Traum nicht bereits geschildert hatte, da ich zu spät ins Gespräch eingestiegen war, also musste ich nachfragen.
„Klar, sonst hätte ich ja nicht gefragt, Sille.“ (Grmpf. Sehr deutlich hinweisen!) „Ich habe von Alligator geträumt. Ja, meinem Totem. Alligator war besiegt und aufgespießt auf einen Speer aus Kinderknochen. Keine so geile Vorstellung!“ Ator wirkte ungewohnt gefasst, und ich war mir nicht ganz sicher, ob er alles erzählt hatte. Aber ich wollte nicht nachfragen.“Und du, leon?“
Bevor leon antworten konnte, wurden wir von der Bedienung daran erinnert, daß das «Nosferatu» demnächst schließen würde, und wir beschlossen, unser Gespräch in Ators Unterkunft fortzusetzen.

Timecode 25.01.2057 / 03:00:00[Bearbeiten]

Unterwegs hatte ich meine Chummer in die von mir getroffenen Reisevorbereitungen eingeweiht und ihnen klar gemacht, daß wir spätestens um 06:30 Uhr am Lotsenschiff sein mussten, sollten wir heute noch los wollen. Wir hatten also nicht mehr ganz so viel Zeit, was leon von nun an ständig mantraartig wiederholte.
„Ok, wir haben zwar nicht viel Zeit, aber ich erzähl euch eben meinen Traum:
Ich sah eine Frau, die ins Wasser geschaut hat. In dem Wasser spiegelte sich aber ein Elfenkrieger wider. Dann schoß ein Pfeil diesen Elfenkrieger nieder und eine schwarze, irgendwie … Flüssigkeit löste sich aus dem Pfeil, die dann am Ende aus dem Wasser heraus nach der Frau griff.
Und bei dem zweiten Traum, der war irgendwie sehr mittelalterlich angehaucht. Ich war in einem Raum, einer Burg oder sowas. Und eigentlich war es ganz schön. Da gab es so eine Art Vogelkäfig und der war voller alter Sachen, altem Fressen und so. Ich konnte das nicht so genau sehen und dann kam anscheinend der Vogel zurück. Ja, so ungefähr.“
„Hmm, also haben wir alle vier seltsame Träume gehabt. Was schließen wir daraus?“ Ich war ja bereit, anzuerkennen, daß die Merkwürdigkeitsdichte zunahm, aber was änderte das an unserem Job?
„Okay, es scheint so, als wenn unser Unterbewusstsein an irgendetwas knabbert“, meinte Dust nachdenklich.
„Und ich sag euch, es liegt daran, dass wir diesen Priester gekillt haben!“, wärmte leon mal wieder alte Kamellen auf, die übrigens niemanden sonst interessierten.
Das konnte ich so nicht auf uns sitzen lassen. „Du meinst diese Arschgeige, die im Dienst einer faschistischen Organisation stand? Nur! Mal! So! Gesagt!“
Selbst leon musste einsehen, dass sein Tod wohl Einfluss auf ihr katholisch geprägtes Unterbewusstsein haben mochte, uns andere aber nicht mehr juckte als jeder andere Tote in unserer Laufbahn.
„Aber irgendwie verbindet es uns nur noch mehr. Wir sind alle befragt worden, wir haben alle diese seltsamen Träume und jetzt werden wir weggeschickt.“
„Und werden weggeschickt … in die Fremde“, unterbrach leon Ator, „um irgendetwas zu holen, eine Mission zu erfüllen. Mich erinnert das fett an diesen Auftrag, den ihr da hattet. Wo ihr den sinnlosen Dingern, die dann doch irgendwie zusammenhingen, hinterher geschickt wurdet. Von diesem scheiß Clown!“ Sie redete sich ein wenig in Rage. „Ich habe das Gefühl, wir werden ähnlich wie die Gruppe schon einmal, in Form von dir und dir“ sie deutete auf Ator und mich, „wieder in so ein Spiel gezogen werden, aufgezogen von diesem komischen Clown. Der schickt uns diese Träume! Wir haben nicht soviel Zeit.“
Auch wenn Dust das für ausgemachten Blödsinn hielt, musste ich einräumen, dass ich Harlekin für durchaus fähig genug hielt, sowohl die Umfrage, als auch die Träume arrangiert zu haben.
„Hat der irgendwas mit unserem Job zu tun?“, wollte Dust eindringlich wissen.
„Ja, hat er. Womöglich ist er der, der im Hintergrund die Fäden zieht“, antwortete leon schnell. „Und hinterher werden wir noch viel mehr so sinnlose Jobs haben, wo wir Sachen von A nach B tragen. So wie ihr es erlebt habt.“ Sie gab praktisch Ator das Wort, der den Gedankenfaden am Ende zuknotete. „Also Harlekin ist ja wohl ein Gegenspieler von diesem komischen Prinzenrat. Und das ist schon alles echt komisch, aber hilft uns das jetzt bei unserem Job weiter?“
Manchmal liebte ich die Zielorientiertheit unseres Krokomanten.

Wir verbrachten also die noch knapp drei Stunden, die uns blieben, bis unser Schiff ging, mit Nachforschungen. Wie es schien, gehörte die Rüstung einem Mitglied der Grünen Schlangengarde. Einer Sicherheitsabteilung eines japanischen Konzerns aus New York, dem Nagato-Konzern. Den Schattengerüchten zufolge, die wir in der knappen Zeit zusammentragen konnten, handelte es sich um eine reine Elfentruppe aus Ki-Adepten und anderen magisch Begabten, die für einen Konzern ackerten, der möglicherweise nur ein Tarnunternehmen für die Yakuza war. Und auch wenn leon immer wieder betonte, daß wir nicht mehr viel Zeit hätten, konnte sie nicht umhin, Spuren zu folgen, die den Konzern über die Yakuza mit Ehran und damit dem Prinzenrat verband. Wir vertieften also unsere Detailkenntnisse über den Prinzenrat von Tír Tairngire und dessen Konzernverbindungen und stellten überrascht fest, daß es tatsächlich eine Verbindung zum Nagato-Konzern gab.
Letztendlich brachte uns aber nichts davon bei unserem eigentlichen Job weiter, und wir beschlossen, pünktlich und gut ausgerüstet aufzubrechen.

MeL 34: Abseits des Weges - Part 2 / Sweet Home California[Bearbeiten]

Timecode 26.01.2055 / 06:00:00[Bearbeiten]

Wir kamen in Redding etwa gegen 0600 an, und meinen Mitstreitern war deutlich anzusehen, dass sie nicht erwartet hatten, in einem Kuhkaff aufzuschlagen. Weit und breit waren nirgendwo mehrstöckige Häuser in Sicht, und daher hatte man ungewohnt weite Sicht.
Während der Fahrt sah Dust mürrisch aus der Seitenscheibe des Transporters, der uns kutschierte. „Ach du Scheiße“, fluchte sie. „Wo zum Geier bin ich hier bloß gelandet?“

Wir wurden an einem Motel ausgeladen und nahmen uns zwei Zimmer, damit wir uns einrichten konnten. Dabei vergaß ich nicht, ein extra großes Trinkgeld zu geben, damit der ob der frühen Uhrzeit noch fleißig gähnende Tresenmensch sich nicht zu sehr daran versuchte, sich an uns erinnern zu können, falls jemand später mal fragen würde. Nachdem wir nochmal eine Mütze Schlaf genommen hatten, führte ich ein kurzes Telefonat mit Doug, und dann machten wir uns auf den Weg.

Doug öffnete in seiner alten Armeeuniform die Tür, sah mich und nahm Haltung an. „Sergeant Major Miller Sir!“ rief er übertrieben laut. Dazu führte er militärisch etwas zu exakt die rechte Hand an die Schläfe. Ich erwiderte den Gruß, grinste und stichelte sofort los, wie es sich zwischen uns eingebürgert hatte, als ich noch nicht nach Seattle übergesetzt hatte, „Sergeant First Class Kranold, haben Sie die Gicht? Das bekommt meine Oma ja besser hin!“ worauf wir uns lachend in die Arme fielen. Als ich ihn losließ, stellte ich mein Team vor, woraufhin er einen kurzen Moment stutzte, als er erkannte, daß mein Team zur Hälfte aus Frauen bestand. Aber er bat uns alle herein. „’n Bier?“, fragte er uns auf dem Weg zum Kühlschrank. Alle nickten, nur leon wollte wieder eine Extrawurst. „Bier … äh, … hast du nicht was, äh, attraktiveres?“
Doug drehte sich um, schenkte mir einen Seitenblick genau der Sorte, derentwegen ich mir bei meinem letzten Ausflug nach Redding die Idee gekniffen hatte, das Team mitzunehmen, und antwortete trocken „Das fragt ja die Richtige.“ Er warf ihr eine Dose Bier zu und setzte sich.
Zu aller Überraschung zog leon eine Flasche Whisky aus ihrer Kampfbestecktasche und erwiderte unbeeindruckt „Kannst ja hier was von mir nehmen.“
Ator klappte die Kinnlade herunter. „Scheiß die Wand an“, flüsterte er, bevor er in ein semi-hysterisches Gelächter ausbrach.

„Ich nehme mal an, du bist nicht zum Vergnügen in der Stadt“, begann Doug, als sich das unprofessionelle Gegacker gelegt hatte, „wenn du deine Freunde mitgebracht hast.“ Hier wollte leon etwas einwerfen, leider wollten das gleichzeitig auch Ator und Dust, aber Doug schnitt ihnen mit einer herrischen Geste das Wort ab.
„Eins müßt ihr verstehen hier im Haus: wenn ich mich hier mit meinem alten Kumpel unterhalte, sind die Frauen still.“ Scheiße, das ging schnell. Ich hoffte, dass leon jetzt den Rand hielt. Sie zischte – zum Glück auf Italienisch – etwas recht gefährliches, aber Doug war Anglo durch und durch und verstand keinen Fetzen Spanisch, was in Kalifornien wegen der seit dem letzten Jahrhundert rasant wachsenden Latino-Community durchaus selten geworden war. Wenn er es gekonnt hätte, hätte er sich aufgrund der Verwandtschaft der beiden Sprachen zusammenreimen können, was leon mit „Merda, odio i ragazzi come te!“ meinte.
Um Doug davon abzuhalten, darüber weiter nachzudenken, antwortete ich schnell auf seine Frage: „Es kommt darauf an, wie du ‚Vergnügen‘ definierst. Ich, beziehungsweise wir, sind hier zum Geldverdienen. Das ist mit Vergnügen in gewissen Bereichen deckungsgleich. In diesem Fall geht’s darum, dass jemand sich Sorgen macht, weil hier im Grenzgebiet irgendjemand mit dem Flugzeug abgeschmiert ist…“, worauf Doug trocken einwarf „soll ja öfter mal vorkommen“, „… und die Abgeschmierte etwas mit sich rumschleppt, was irgendjemand anderem total viel wert ist“, beendete ich meinen Satz.
„Ein S&R-Job [E1] also“, fasste der Ex-Soldat zusammen.
„Genau“, bestätigte ich. „Das Dumme ist, daß wir keine Koordinaten haben. Da der Auftraggeber sie uns nicht gegeben hat, denken wir, dass er es selbst nicht wusste, denn mit Angabe des Zielgebietes wäre ein Missionserfolg deutlich wahrscheinlicher.“
Doug nickte. „Wann ist das Ding denn runtergekommen?“
Ich kramte ein wenig in meinem Brägen, von dem ich mir manchmal nicht sicher war, ob wirklich alles immer so drinblieb, wie ich es habe wollte. Nach einigen Sekunden einigte ich mich intern auf die mir am wenigsten falsch riechende Erinnerung: „Ich glaube, der Auftraggeber sprach von etwa Neunzehnhundert am 23. Januar. Hilft dir das?“
Sgt. 1st Cl. Kranold dachte ebenfalls zehn Sekunden nach. Dann sagte er: „Fragt mal den alten Williams. Der kann euch vielleicht dorthinführen. Aber bringt mir den heil zurück.“
„Und wo finde ich den?“ Ich blickte zur Decke. „Komm schon, Sargelet [E2], ich bin vor ’ner Weile weggezogen. Ich kenn hier nicht mehr jede Arschritze.“ Er verdrehte die Augen.
„Um diese Zeit“, er stierte kurz ins Leere, und ich wusste, dass er auf seine Cyberaugenuhr sah, „is er wahrscheinlich in der Kneipe. Probiers bei Rosie’s, weiter unten an der Hartnell Ave./Robert Ct.“ Es folgte noch eine grobe Beschreibung seines Äußeren.
„Okay, … ach, weißt du, womit man ihn am besten bestechen kann?“
„Ich sagte doch“, erwiderte er etwas gereizt, als hätte er den Verdacht, ich wäre inzwischen taub oder debil geworden, „versuchs bei Rosie’s.“ Ich seufzte. „Ja, das hab ich verstanden. Es ging eher um den Namen des präferierten Getränkes.“
„Kein Name. Prozente. Mehr: besser.“ Er verschränkte die Arme vor der Brust, womit mir klar war, dass er dieses Thema für beendet hielt. Ich schwenkte also auf das andere, das mir noch am Herzen lag.
„Wie siehts eigentlich hier in der Gegend mit fahrbaren Untersätzen aus, die man sich ausleihen kann? Wir wollen nicht durch das halbe Nordkalifornien laufen.“
Sein Interesse erwachte wieder. „Was brauchste denn?“
„Na ja, also …“ ich überlegte kurz, „geländegängig, vielleicht ein wenig gepanzert … genug Platz für fünf Personen plus Ausrüstung…“ Doug schüttelte den Kopf. „Nope. Wenn du sowas willst, gibt es zwei Optionen: a) kaufen oder b), mieten mit Fahrer.“ „Der natürlich geriggt ist, oder?“ Er schenkte mir wieder diesen Blick, diesmal aber eindeutig mit Betonung auf ‚debil‘. „DER Williams. Der Sterngucker, der doch schon früher jede Kneipe leergesoffen hat. Kannste dich echt nicht erinnern? Außerdem wird Williams sowieso selber fahren wollen. Da macht euch mal keinen Kopf. Aber gut, das war ja nie so deine Szene, die Säuferecke.“
„Haha, nee“, entgegnete ich. „Okay, es wär cool, wenn du uns bei ihm ankündigen könntest, falls er sich an mich so gut erinnern kann wie ich mich an ihn. Ich würd dann jetzt erst mal versuchen, ihn zu finden. Ich meld mich nochmal bei dir, wenn unser Rettungsplan steht. Wenn du dann noch so ein köstlich kaltes Bier hast…“
„Schleimer“, schimpfte er grinsend. „Hau schon ab und mach deinen Scheiß.“
Wir verabschiedeten uns und machten uns auf den Weg nach Süden. Den einen Kilometer konnten wir auch laufen.

Dort angekommen sahen wir zuerst einen älteren Mann direkt vor dem Eingang liegen und in den Himmel starren. Er war etwa 50 – 60 Jahre alt, hatte eine Jeans-Latzhose und ein rotkariertes Hemd an und einen Strohhut auf dem Kopf. Dem Aroma zufolge, das ihm entströmte, war er voll wie ein Eimer. Alles passte auf Dougs Beschreibung vom alten Williams. Und das Gesicht erinnerte mich tatsächlich an jemanden, der hier in der Kleinstadt bekannt wie ein bunter Hund war.
Als ich mich ihm näherte, fiel mir auf, dass einige junge Kerle, die in der Nähe herumlungerten, plötzlich erhöhte Aufmerksamkeit zeigten. Nach der Art, wie sie unauffällig zu uns herübersahen, ging ich davon aus, dass sie im Fall des Falles zu seinen Gunsten in einen möglichen Konflikt eingreifen würden. Lustig.

„Williams, altes Haus. Was macht Alpha Centauri?“ sprach ich ihn an.
„Wer bist du denn?“ knurrte mich der Betrunkene an. „Hast du was zu trinken dabei? Die geben mir hier nichts mehr.“ Ich drehte mich zu leon um und signalisierte ihr, die angebrochene Whiskyflasche rauszuholen. Wieder der erbärmlich stinkenden Gestalt zugewandt, lachte ich kurz auf. „Das ist aber auch eine Frechheit. Nur ein Glas haste getrunken und ein zweites wollen sie dir nicht geben? Das kann nicht angehen.“ „Jeden Abend schmeißen die mich raus“, schimpfte Williams.
Während ich die Flasche öffnete, die leon mir hingehalten hatte, sagte ich leiser:
„Ich komme grad von Doug, dem Soldaten. Den kennste doch. Der hat mir gesagt, du könntest mir helfen. Ich bin da auf ’ner Suche, und es wär cool, wenn wir ins Geschäft kämen.“
„Was ’n für’n Geschäft?“ fragte er mit deutlichem Mißtrauen.
„Na ja, du fährst uns ein wenig durch die Gegend und wir legen dir dafür wahlweise einen Batzen Moneten oder ’ne anständige Ladung was zu trinken aufn Tisch.“ Ich lächelte ihn gewinnend an. „Na?“
„Am besten beides“, kicherte er. „Wo solls denn hingehen? Und wer is‘ ‚uns‘?“
Ich deutete auf meine drei Mitstreiter. „Na die da.“
Seine Miene verdüsterte sich wieder. „Aber ihr paßt nicht alle in mein Auto.“
„Was hast du denn für ein Auto?“ wollte leon wissen. „Nur ’nen alten Jeep. Aber der fährt!“ verteidigte der Trunkenbold sein Auto. „Aber ihr seid vier und ich bin auch einer und der Jeep hat nur vier Plätze.“ Plötzlich kam ihm eine Idee, und er strahlte übers ganze Gesicht. „Wenn sich aber die Schnecke“ – er deutete mit dem Kinn auf leon – „auf meinen Schoß setzt, dann passt das.“
„Na klar macht die das!“ Ich konnte nicht anders, als an dieser Stelle ihr die vielen Male, zu denen sie Dritten gegenüber ausgesagt hatte, was wir tun würden, obwohl sie wissen musste, dass wir eben genau ihren Vorschlag nicht ohne intensive Änderungen vornehmen würden, heimzuzahlen, indem ich ihren Sitzplatz festlegte und ihr dabei aufmunternd auf die Schulter klopfte.
„Wo solls denn hingehn?“ fragte unser neuer Chauffeur mit unsicherer Stimme, während wir ihn auf seine ebenso wackligen Beine stellten.
„Das ist eigentlich ganz einfach“, eröffnete ich ihm. „Hier in der Nähe ist vor drei Tagen… also genauer gesagt, am Samstagabend gegen sieben Uhr, ein Flugzeug abgestürzt. Wir sollen den Piloten retten und seine Ausrüstung gleich mit bergen. Hast du davon was mitbekommen?“
„Jaja, das hab ich gesehen“, nickte er eifrig. „Da wollt ihr hin? Und ihr zahlt den Sprit und den Sprit auch und dann krieg ich noch Kohle, ja?“ Auf mein bestätigendes Nicken lallte er „Okay, dann bringt mich mal zu meinem Auto da hinten.“ Dazu grinste er wie ein Honigkuchenpferd, weil ihm natürlich seine Spezialpassagierin nicht entfallen war und deutete auf ein Fahrzeug in einiger Entfernung.
Als wir näherkamen, wurde uns klar, daß „Fahrzeug“ ein Begriff war, der hier nicht passte. Die netteste Beschreibung, zu der ich mich durchringen konnte, ohne mich geradewegs in die Hölle zu lügen, wäre „eine klapprige Ruine eines noch durch einen Verbrennungsmotor angetriebenen Jeeps, der aus Altersgründen aus der früheren US-Armee ausgemustert worden war“ gewesen. Entsprechende Lackierung und Embleme waren noch in Fragmenten enthalten (im Gegensatz zu Türen oder der Frontscheibe), und ich fragte mich, mit welcher Magie er den sofortigen Zerfall dieses Dinosauriers verhinderte. Ich hatte aber das dumpfe Gefühl, diese Meinung vielleicht jetzt gerade besser für mich zu behalten, wenn wir uns den direkten Trip nicht verscherzen wollten.

Als sei es das normalste der Welt, schwang sich der Trinker in den Fahrersitz und startete den Motor. Unwillkürlich trat ich einen Schritt zurück, darauf gefasst, dass dieses Ungetüm in einer Explosion verschwand. Der Lärm war grässlich, und die Rauchentwicklung war auch nicht von Pappe. „Kommt rein“, winkte er uns zu, „und du kommst zu mir.“ leon angrinsend, klopfte er auf sein Hosenbein und säuselte „komm zu Papi, Schneckchen.“ Die Angesprochene warf mir einen Todesblick zu, setzte sich aber in Bewegung. Das würde sie nicht auf sich sitzen lassen. Ich würde mir bestimmt noch was deswegen anhören dürfen – später. Aber das hatte Zeit. Ator und Dust verstauten derweil unsere Ausrüstung, und dann verließen wir Redding Richtung Osten.

Timecode 26.01.2055 / 17:36:00[Bearbeiten]

Vor drei Stunden hatten wir den letzten Feldweg verlassen und waren ab da komplett offroad unterwegs gewesen. Williams schien trotz seiner Mordsfahne genau zu wissen, was er tat, und er hatte auch nicht nach einer weiteren Stunde im Unterholz die Orientierung verloren. An einer Stelle, die nicht irgendwie besonders aussah, stoppte er schließlich den Jeep und deutete mit einem Finger nach vorne. „Da etwa is er runtergegangen. Ich warte dann hier auf euch.“ Wir rochen Verbranntes und Kokelndes, und auch eine Schneise im Wald konnten wir entdecken, als wir nur hundert Meter weitergegangen waren. Aber inzwischen dämmerte es bereits, und wir würden nachts wahrscheinlich nicht gut suchen können. leon machte wie in solchen Fällen üblich eine multisensorische Rundumwahrnehmung, und dabei sah sie beim Blick durch die Schneise in Richtung des Mt. Shasta etwas vom Gipfel des Vulkans starten. Etwas mit Flügeln, die sich auf und ab bewegten. Entgeistert rief sie „Ach merda, seht ihr das auch?“ Dabei zeigte sie zum Berg, und uns wurde schlecht, als wir ihrem Fingerzeig folgten. „Das“, meldete sich Ator, „ist unzweifelhaft ein Drache. Sogar ein ziemlich dicker.“ Dust ergänzte: „Der sieht aus, als ob er direkt hierher fliegt. Das ist nicht gut, oder?“ Ich war begeistert.
„Okay, dann mal hurtig nach verwertbaren Spuren suchen, bevor wir hier in Schwierigkeiten geraten.“ Ich hatte es begreiflicherweise eilig, mich aus der Schuß- oder Fauchweite eines verdammten Großdrachen zu halten.
Unglücklicherweise war nichts zu finden. Der Absturz war lange her, und die dadurch verursachten Feuer waren bereits niedergebrannt. Die Trümmerteile des Wracks waren verstreut und verbrannt, und es war für uns nicht zu erkennen, was den Absturz verursacht haben könnte.
Wir suchten hektisch nach Auffälligkeiten, als ich bemerkte, daß leon an einer Stelle stehengeblieben war und offenbar grübelte. „Signora, hast du was entdeckt?“ sprach ich sie von der Seite an, als ich mich ihr näherte.
Sie antwortete, ohne den Kopf zu mir zu drehen. „Hmmm … schau mal hier. Eine Brandspur, die in gerader Linie hier vom Wrack weg zeigt. Oder hin. Das siehst du nicht. Ist das nicht seltsam?“
Während sie sprach, begann sie, der Linie zu folgen, die allerdings nach etwa 20 Metern auslief. Sie blieb stehen und versuchte, irgendwo einen Ansatzpunkt zu finden, der ihr weiterhelfen könnte. Dann stutzte sie. „Sille“, sprach sie mich an, und ich stöhnte innerlich. Warum lernen diese Klopsköpfe immer nur die Sachen schnell, die sie nicht lernen sollen?
„Hm?“ brummte ich. „Schau mal hier“, sagte sie und ging in die Hocke. „Das sieht doch nach einer Vertiefung aus. Als hätte … cazzo dio! … da hat jemand etwas ausgekippt … und … aaah. Alles klar. Hier hat jemand Benzin oder Ethanol oder sowas ausgekippt und zum Flugzeug hin eine Spur gelegt. Der Brand hier ist nach dem Absturz entstanden. Spuren verwischen, weißt du?“
Sie stand auf. „Wir müssen nach Trittspuren suchen. Lass mich mal kurz rumgehen.“ Sie fing an, das Gelände zu umrunden, und als sie wieder an meiner Position ankam, schüttelte sie den Kopf. „Ich habe mehrere Spuren gefunden, aber keine, der ich von hier weg folgen könnte.“
„Echt?“ stieß ich hervor. „Zeig mir die. Das sollte sich doch machen lassen.“ Ich folgte ihr zu einer Stelle, an der in der Tat mehrere Spuren zu sehen waren. Dank der natürlichen Infrarotsicht meiner Subspezies konnte ich in der beginnenden Dunkelheit deutlich besser Details unterscheiden, und ja, sie hatte recht gehabt: mindestens sechs bis höchstens zehn Leute waren hier gewesen, und ich konnte erkennen, in welche Richtung sie den Ort des Geschehens verlassen hatten. Wir riefen Ator und Dust und folgten den Spuren. Nach etwa 100 Metern überstiegen wir eine kleine Anhöhe, und dahinter begann ein schmaler Trampelpfad. leon und ich sahen es gleichzeitig: hier hatten Fahrzeuge geparkt. Mindestens drei.
„Okay, es sieht so aus, als müssten wir Mr. Williams hierherlotsen“, überlegte ich. „Wer weiß, wie viele Kilometer wir den Spuren hinterherwatscheln müssen? Lasst uns umdrehen.“ Die andern nickten zustimmend. Beim Auto angekommen, versuchten wir unseren Chauffeur zu überreden, uns weiterzufahren. Seine Antwort fiel ernüchternd aus.
„Nee, Leute, da nich. Ich kenn die Gegend da hinten. Da is ein Camp von den Humanis-Leuten, und mit denen will ich nichts zu tun haben.“ Wir rissen die Augen auf. „Humanis Policlub?“ wiederholte Dust. „Diese Schwachköpfe mit ihrer Herrenrassen-Attitüde?“ Williams nickte. „Jupp.“
„Also“, warf ich ein, „wenn ich hinterm Abzug stehe und die vorm Lauf, dann will ich mit denen schon zu tun haben.“ Worauf Williams das Gesicht verzog. „Ich bin so lärmempfindlich“, moserte er. Ungläubig kam von Ator „Mit dieser Karre? Zweifelhaft.“
leon allerdings hatte mitgedacht. „Stimmt schon. Mit dem Jeep kündigen wir uns weit vorher an. Vielleicht sollten wir das unterlassen.“ Das gab den Ausschlag. Wir ließen den Säufer bei seinem altersschwachen Schrotthaufen und wanderten wieder zur Absturzstelle. Dann eröffnete uns Ator, dass er sich den Laden mal genauer ansehen werde. „Und passt ein wenig auf meinen Adoniskörper auf, ja?“ zwinkerte er leon zu. Dann legte er sich bequem hin und schloss die Augen.
Wenig später kam er zurück und erzählte, was er gesehen hatte.
„Also ich bin dem Weg gefolgt und hab das Camp gefunden. Gut ausgebaut, zwei größere und ein kleineres Gebäude, ein paar Fahrzeuge mit Panzerung und etwas, was im Astralraum nicht gut einzuschätzen ist, obendrauf. Ich würde an der Position Geschütze erwarten. Um das ganze Gelände ein drei Meter hoher Zaun drumrum, das eine der beiden großen Gebäude ist ein Unterbringungshaus mit etwa 80 Plätzen“, was Dust einen Pfiff entlockte, „belebt ist es auch, denn es liefen da auch Leute rum. Ach ja, und eine magische Barriere abseits der Gebäude war auch noch um irgendwas herum installiert. Das war der Punkt, an dem ich mich lieber wieder aus dem Staub machen ging, weil das ganz böse nach Dingern riecht, die Alarm auslösen können. Und das wollen wir ja nicht, oder?“
Er skizzierte seine Eindrücke des Geländes auf einem Stück Folie. Als er die Magiebarriere zeichnete, begann leon zu grübeln. „Warum haben diese Humanis-Spinner eine solche Abschirmung? Was verstecken die da?“
„Na ja“, antwortete Ator, „wenn diese Jungs am Wrack irgendwas gefunden und mitgenommen haben, was auch mit magischen Suchmethoden nicht gefunden werden soll, dann wäre das dort“ – er tippte auf das Symbol für die Barriere in seiner Zeichnung – „genau die richtige Maßnahme. Ist doch klar, oder?“
Es war an der Zeit, mich wieder einzumischen. „Also ich hab eigentlich ziemlich Lust, dieses Camp plattzumachen. Ich hab einiges an Offensivhardware dabei, und einiges von dieser Hardware möchte gerade eingesetzt werden. Spürt ihr das nicht auch?“ Dabei nahm ich das Scharfschützengewehr aus der Tasche und prüfte die Munitionskammer. Ator fing an zu kichern. „Cool“, feixte er. „Das war auch meine Idee. Aber wir sollten uns beeilen. Da ist immer noch eine kleine Flugechse auf dem Weg hierher. Und wir müssen noch sehen, wie wir durch diese magische Barriere kommen, weil hinter Barrieren meistens die wichtigen und schützenswerten Dinge liegen.“
„Immerhin“, ergänzte leon, „haben wir jetzt einen gepanzerten und bewaffneten Fluchtwagen in Aussicht. Das ist doch was.“

MeL 35: Abseits des Weges - Part 3 / Bodycount[Bearbeiten]

Timercode 27.01.2055 / 00:00:00[Bearbeiten]

Wir waren etwas abseits des Lagers in Stellung gegangen. Und ich war sehr glücklich, einer Intuition folgend mein Ranger Arms Scharfschützengewehr eingepackt zu haben. Ich hatte zwar nur zwei Magazine eingesteckt, aber es würde mir eine Freude sein, diese den Humanis-Arschlöchern zu widmen.
leon fragte sich, wieso die Humanis-Jungs überhaupt über magische Unterstützung verfügten. Wir waren uns nicht ganz einig, wie der Humanis Policlub offiziell zur Magie stand, aber hatten irgendwie mehrheitlich angenommen, das wäre nicht so richtig vereinbar. Letzendlich war das aber egal, denn der Plan sah eh vor, möglichst alle Humanis-Wichser auszuschalten, das Camp platt zu machen, unsere Zielperson und die Rüstung zu extrahieren und mit einem der Fahrzeuge zu fliehen.
Ich kann (oder will) mich nicht mehr genau erinnern, aber ich glaube, es war Dust, die die Idee ins Spiel brachte, die Unterkunft von Ator mit einem Feuerball in Brand setzen zu lassen und jeden, der heraus käme, mit dem Scharfschützengewehr zu eliminieren. Ich erinnere mich jedoch noch genau, daß ich mir die Möglichkeiten des Unterlaufgranatwerfers meines Ares Alpha vergegenwärtigte. Und je länger wir planten, desto mörderischer wurde unser Vorhaben.
Einzig der möglicherweise im Anflug befindliche Großdrache machte meinen Chummern einige Sorgen. Ich selbst wollte nicht daran glauben, dass Hestaby ausgerechnet jetzt ein Interesse an diesem Humanis-Camp entwickeln sollte, und wenn doch, konnten wir eh nur wenig dagegen ausrichten.

Timecode 27.01.2055/ 01:15:00[Bearbeiten]

Ich lag etwa 150m Luftlinie vom Camp entfernt auf einer leichten Anhöhe. Den ursprünglichen Plan, auf einen Baum zu klettern, um ein besseres Schußfeld zu haben, hatten wir verworfen, da es mich im Zweifel wertvolle Sekunden kosten würde, von diesem wieder herunter zu gelangen, sollten meine Chummer meine Unterstützung vor Ort benötigen.
Dust, leon und Ator konnte ich mittels des aufgesetzten Zielfernrohrs am Waldrand ausmachen. Sie würden auf mein Signal hin die letzten 30 Meter freies Feld bis zum Humanis-Camp überwinden und jeden Widerstand brechen.
Ich hatte das Camp im Visier und ließ das mit Infrarotsicht ausgestattete Zielfernrohr etwas höher gleiten, um mir einen Überblick zu verschaffen. Vier Zweier-Teams schienen Wache zu schieben und sich ungleichmäßig auf dem Gelände zu verteilen. Die als Unterkunft eingerichtete Scheune schien ruhig und dunkel, lediglich aus dem laut Ator mit einem Hüter versehenen Gebäude drang Licht.
Bei den sichtbar geparkten Fahrzeugen schienen sich ebenfalls zwei Leute rumzutreiben. Mit denen würde ich beginnen, da die Wahrscheinlichkeit, daß ihr plötzliches Ableben auffallen würde, am geringsten war.
Ich justierte die Bildvergrößerung und suchte den ersten der beiden relativ hell dargestellten Köpfe, schwenkte auf den zweiten und zurück auf den ersten. Eine kleine Bewegung, die auf die Entfernung aber reichte, um beide Ziele in schneller Folge auszuschalten.
Ich wiederholte die Bewegung, bis ich mir sicher war, beide Ziele ausschalten zu können. Dann erinnerte ich mich an meine Ausbildung, verbannte jede Menschlichkeit aus meinem Handeln und schoss.
BC:1
Noch ehe die schallgedämpft abgegebene Kugel ihr Ziel erreicht hatte, schwenkte ich auf das zweite Ziel ein und löste einen weiteren Schuss aus.
BC:2
Beide Ziele gingen für mich unhörbar zu Boden, und ich suchte das erste Wachteam.
Der durch die Infratosicht entmenschlicht wirkende Kopf des ersten Wächters erschien in meinem Fadenkreuz. Ich suchte seinen Partner und schoss ihm ins Gesicht.
BC:3
Ich schien eine falsche Entscheidung getroffen zu haben, denn der erste erwies sich als fixer Junge und ließ sich genau in dem Moment fallen, als ich meinen Schuß auf ihn abgab.
Zeit für mein Signal. „Go!“
Mehr brauchte es nicht, um Bulletproof in Aktion zu bringen.
leon wetzte los, während ich den Wächter abermals aufs Korn nahm und schoß.
BC:4
Dust war leon auf den Fersen, entschied sich aber für einen anderen Winkel, während Ator schnell etwas zurück blieb.
Aus irgendeinem Grund hatte der fixe Junge nicht geschrien, bevor ich ihn außer Gefecht setzen konnte. Wir hatten also noch immer die Überraschung auf unserer Seite.
leon und Dust erreichten den Zaun, während ich das nächste, noch ahnungslose Wachteam fand.
Ich feuerte sofort.
BC:5
Suchte seinen Partner und fand ihn nicht. FUCK!!!
Die beiden waren gerade dabei gewesen, um eine Gebäudeecke zu verschwinden, als ich den ersten aus mangelnder Übersicht erschossen hatte. (Der aufmerksame Leser mag einwenden, dass mein Magazin nur über sechs Schuß verfügte, ich diese bereits abgegeben hatte und somit nicht in der Lage gewesen wäre ihn umzulegen, aber als guter Soldat habe ich natürlich immer eine Kugel im Lauf.)
„Party startet!“ gab ich über Funk ans Team weiter.
leon hatte mit ihrer Monofilamentpeitsche bereits ein Loch in den Zaun geschnitten und war hindurch geschlüpft. Dust und Ator hatte ich aus den Augen verloren.
Ich hielt noch kurz auf die Gebäudeecke nach, sollte die Dreksbratze ihren dummen Schädel doch nochmal um die Ecke strecken. Aber sie tat mir den Gefallen nicht. Also wechselte ich das Magazin und wandte mich der Suche nach Wächterteam 3 und 4 zu. Ich fand eines davon als Opfer von leons Mono in Form eines Körperhaufens.
BC:6
BC:7
Noch immer kein Alarm.
Aber wo, bei allen Teufesratten der Seattler Kanalisation, waren Dust und Ator abgeblieben?
leon rannte wie verabredet zum großen Tor der Scheune und verriegelte dieses.
Ich fand das letzte Wächterteam nicht. Vielleicht waren sie alarmiert und in Deckung gegangen. Ich richtete also mein Scharfschützengewehr in Erwartung weiterer Opposition auf die Tür des einzigen Gebäudes auf dem Gelände, aus dem Licht kam.

„Seitentür links verriegelt“, kam von leon auf der Teamfrequenz. Sie würde die Scheune jetzt umrunden und sicherstellen, daß alle Ausgänge zumindest behelfsmäßig verriegelt waren.
Mit dem dumpf klingenden Stakkato automatischen Feuers aus ihrem LMG verriet Dust ihren Standort. Sie war offenbar in das kleine Gebäude eingedrungen, hinter dem mein vermisster Wächter in Deckung gegangen war, und räumte auf.
BC:8
Die Tür, auf die ich mein SM-3 gerichtet hatte, ging plötzlich auf, und zwei Typen mit MPs stürmten heraus. Ich erledigte den ersten, konnte aber nicht verhindern, dass der zweite in Deckung ging.
BC:9
In der offenen Tür erschien die Silhouette eines weiteren Mannes.
„Das ist er!“ hörte ich, die etwas kehlig klingende Stimme unseres Krokomanten über Teamfunk.
Wir waren uns einig gewesen, dass ein potentieller, feindlicher Magier automatisch zum Primärziel erklärt würde, und da Ator ihn am ehesten identifizieren konnte, war damit alles gesagt.
Ich zielte kurz und setze ihm dann eine Kugel exakt zwischen die Augen. Er brach zusammen und blieb reglos liegen.
BC:10
Vier Schuß noch im Scharfschützengewehr.
Dust meldete sich. „Ich hab hier ’nen gefesselten Typen mit Magiermaske gefunden. Soll ich den wegblasen?“
„Wenn er gefesselt ist und eine Magiermaske trägt, ist er kein Feind. Wiederhole, kein Feind!“ meldete sich leon zu Wort.
Unvermittelt wurde die Campszenerie von einem Feuerball erhellt. Schreiend wälzte sich der in Deckung gegangene MP-Typ auf dem Boden, konnte die Flammen jedoch nicht ersticken und verstummte kurz darauf. Ator musste ihn in sein Blickfeld bekommen haben.
BC:11
Es war langsam Zeit, sich auf den Weg zu machen. Ich ließ das SM-3 im kalten Gras liegen, griff mein Sturmgewehr und setzte mich in Richtung Camp in Bewegung.

„Die Scheune ist dicht, aber drinnen rührt sich langsam was! Es gibt drei Zugänge. Das Haupttor, eine Tür links und eine hinten. Wow!!! Moment, ich hab da eine Idee!“ Ich hatte mich dem Camp bis auf zwanzig Meter genähert und sah, wie leon irgendetwas griff und los rannte.
„Was treibst du da?“, wollte ich wissen.
„Ich binde ein Seil drum. Hier lag so’n fettes Teil“, kam vergnügt von der sizilianischen Wetworkerin zurück.
„Ich hab den den Kerl mit der Magiermaske bei mir und bin hinter der Scheune“, gab Dust ihren Status durch.
„Alles klar! Ich hab‘ das Hauptor im Visier“, bestätigte ich meine ausgemachte Position.
„Ich zünde das Ding jetzt an!“ kommentierte Ator unsere Worte und das Wirken eines weiteren Feuerballs.
„Moment noch!“ bat leon, doch es war zu spät, unseren Krokomanten zu stoppen, und der Feuerball flog in Richtung Scheune
Ich vernahm wütende Schreie aus dem Inneren der Scheune, dann schlug der Feuerball ein und setzte das Gebäude in Brand.
„Alter, das war knapp, Ator!“ schimpfte leon. „Aber okay, das Ding ist verschnürt. Fackeln wir sie ab!“
Hinter der Scheune stoppte eine vollautomatische Salve aus Dust LMG einen Ausbruchsversuch und kostete einen der Eingesperrten das Leben. BC:12
Ators Gesicht nahm ein reptiloides Aussehen an, wie ich es schon mehrfach bemerkt hatte, wenn er besonders von seinem Totem beseelt war, was mich zu dem Spitznamen Krokomant inspiriert hatte. Er schleuderte einen weiteren Feuerball auf das bereits in Flammen stehende Gebäude.
Von drinnen waren Schreie und Schüsse zu hören. Dann sprengte die Explosion einer Granate das große Tor der Scheune auf.
Ich eröffnete das Feuer auf den ersten, der aus dem brennenden Gebäude gerannt kam.
BC:13
Schaltete per Smartverbindung auf Granatwerfer und entließ eine Granate in Richtung der durch die Explosion geschaffenen Öffnung. Das stoppte, wenn auch nur kurz, den Enthusiasmus der Fliehenden.
Dust hatte ebenfalls weitere Kundschaft, die sie professionell bediente.
BC:14
BC:15
Links schien eine Gruppe von drei Personen einen Ausbruchsversuch zu wagen, musste aber feststellen, dass Ators Feuerbälle ein adäquates Mittel waren, solche zu verhindern. Sie verbrannten vor meinen Augen in wenigen Sekunden zu Asche und ich hoffte nur, dass Ator sich nicht überschätzte.
BC:16-18
leon schien sich ähnliche Gedanken gemacht zu haben und erschien an der Seite unseres Schamanen.

Plötzlich wurde es hell. Ein Feuerstrahl, der Ators Feuerbälle wie das Leuchten von Glühwürmchen wirken ließ, fuhr aus dem Himmel in die Scheune und erhellte den Nachthimmel. Die Schreie in der Scheune nahmen zu. Mehrere brennende Gestalten rannten ohne jede Rücksicht auf eigene oder fremde Verluste aus dem lichterloh in Flammen stehenden Gebäude und wurden von uns gestoppt.
BC:19-25
Dann verstummten die Schreie, und es war nur noch das Knistern des Feuers zu hören. Fast ein Moment der Ruhe in all der Vernichtung. „Ihr habt getan, was getan werden musste. Jetzt kehrt heim und überlasst mir den Rest!“
Die Stimme in meinem Kopf war völlig neutral und gleichzeitig machtvoll genug, um jede Diskussion zu unterbinden. Wir blickten uns an und wußten, daß jeder von uns die selben Worte vernommen hatte.
Ator schien etwas weniger beeindruckt als ich. „Und was ist mit unserer Bezahlung? Wir haben hier ’nen Job gemacht“, verteidigte er seinen Standpunkt, indem er mit völlig normaler Stimme nach oben in den durch einen riesigen Körper verdeckten Himmel sprach und nicht erkennen ließ, dass dies eine höchst ungewöhnliche und ziemlich prekäre Situation war, die jederzeit zu unseren Ungunsten kippen konnte.
Ich war mir nicht ganz sicher, ob verhandeln mit Hestaby, denn um wenn sollte es es sich sonst handeln, zur Debatte stand, aber so wie Ator aktuell aussah, würde nur Alligator persönlich ihn von dieser Idee abbringen können, aber der schien die ja zu unterstützen. Ators Haut nahm eine grünliche Färbung an und seine reptiloiden Züge nahmen deutlich zu.
„Auch wenn ihr hoffentlich bald erkennt, dass in Nuyen nicht die Erlösung liegt, werdet ihr bezahlt werden. Nun geht und nehmt den Magier mit!„
Das Ende der Fahnenstange war erreicht, was selbst Ator erkannte, der leon schnell den Mund zuhielt, als sie zu einer Erwiderung ansetzen wollte.

Timecode 28.01.2055 / 22:30:00[Bearbeiten]

Da wir ohne ernstzunehmende Verletzungen davon gekommen waren, verlief die Rückreise nach Seattle problemlos, und kaum waren wir in Seattle angekommen, hatte sich Empty Space bei mir gemeldet. Er teilte mir mit, daß Mr. Johnson bereits über den Ausgang unseres Ausfluges informiert sei. Dies ließ meine Laune einen Moment sinken, bevor mein Schieber erklärte, er sei aber beauftragt mir dennoch eine nicht unerhebliche Summe zukommen zu lassen. Wir verabredeten uns für den frühen Abend.

„Und, was ist dabei rausgekommen?“ begrüßte mich Ator, als ich seine Behausung betrat.
„Nicht so viel, wie erhofft. Aber immerhin etwas“, stutzte ich seine Erwartungen. „Was macht denn unser neuer Freund?„
Der scheint soweit okay. Ich hab ihn astral unter die Lupe genommen. Ist tatsächlich ein Magier, also einer von den Hermetischen.“ Ein wenig abschätzig klang sein letzter Halbsatz, aber das war mir in diesem Moment egal.
Ich blickte skeptisch. „Und wieso hatten wir ihn mitnehmen sollen?“
„Keine Ahnung, und er scheint es auch nicht zu wissen.“ Er machte eine vage Geste. „Aber er hatte den gleichen Auftrag wie wir und er hat auch an dieser seltsamen Umfrage teilgenommen. Ich glaube nicht, daß er mich belogen hat. Das hätte ich bemerkt. Und jetzt pennt er. Sag schon, wieviel Nuyen?“
„25K für jeden von uns.“ Ich zuckte mit den Schultern. „Ich sagte ja, besser als nichts. Aber eins muss ich noch wissen, Ator. Du warst doch auf astraler Auklärung. Wie viele Leute waren in der Scheune?“
leons Blick traf meinen. „Willst du das wirklich wissen?“
Ich schaute sie erstaunt an, blickte dann zu Dust und erkannte in beider Augen, daß sie die Antwort kannten.
„Wollen wir es nicht darauf beruhen lassen, daß letztendlich Hestaby die Scheune in Schutt und Asche gelegt hat?“ fragte Dust.
„Ich will nicht, ich muss! Und das mit Hestaby ist ’ne echt lahme Ausrede.“
Und Ator sagte es mir…
BC:26-60

Erläuterungen[Bearbeiten]


^[1] - Search and Rescue – Aufspüren und retten
^[2] - Sargelet – wörtlich in vergleichbaren Dienstgraden „Feldwebelchen“

Fortsetzung[Bearbeiten]

Die Fortsetzung der Story um die Runner findet sich unter "Memoiren eines Lichtträgers / Flaschendämon - Part 1 - 3"

Quellen[Bearbeiten]

Die geschilderten Geschehnisse beruhen auf den Erlebnissen der SC-Gruppe von Benutzer Goronagee. Neben den oben genannten Romanen und Abenteuern fanden folgende Sourcebooks Verwendung:

Liste der Sourcebooks:

Weblinks[Bearbeiten]