Cyberaugen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Shadowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 12: Zeile 12:
  
 
Es gibt auch weniger diskrete Formen der Cyberoptiken. Ein [[Augenband]] ist ein im Augenfeld implantierter, beide Augen ersetzender Visor, der stets klar als künstlich zu erkennen ist. Dieses System wird vor allem verwendet, wenn eine Vielzahl von Optionen gewünscht sind, die anderweitig das übliche Cyberaugenkonzept überfordern würden. Und dann gibt es noch [[Spinnenaugen]] - kleine Hilfs-Sichtfelder, die deutlich diskreter als das Dritte Auge sind, aber zusammen einen ähnlichen Effekt haben.  
 
Es gibt auch weniger diskrete Formen der Cyberoptiken. Ein [[Augenband]] ist ein im Augenfeld implantierter, beide Augen ersetzender Visor, der stets klar als künstlich zu erkennen ist. Dieses System wird vor allem verwendet, wenn eine Vielzahl von Optionen gewünscht sind, die anderweitig das übliche Cyberaugenkonzept überfordern würden. Und dann gibt es noch [[Spinnenaugen]] - kleine Hilfs-Sichtfelder, die deutlich diskreter als das Dritte Auge sind, aber zusammen einen ähnlichen Effekt haben.  
 
  
 
==Zusätzliche Funktionen==
 
==Zusätzliche Funktionen==

Version vom 20. März 2018, 21:04 Uhr

Cyberauge mit allerlei optionalen Zusatzmodulen © FanPro

Cyberaugen sind Cyberware-Implantate, die als Ersatz für die natürlichen Augen implantiert werden. Die optischen Systeme eines Cyberauges sind den natürlichen Wahrnehmungsfähigkeiten meist überlegen, können durch ihre Zusatzfunktionen völlig neue Wahrnehmungsbereiche eröffnen und ermöglichen zudem Informationen subjektiv für den Träger scheinbar in den Raum zu projezieren. Wie in andere Cyberware werden in Cyberaugen zusätzliche Funktionalitäten eingebaut, die über die eigentliche Funktion, hier optische Wahrnehmung, hinausgehen.

Varianten

Cyberoptiken sind eine der beliebtesten augmentierungen der Sechsten Welt. In den meisten Fällen finden gepaarte Cyberaugen Verwendung, die nur durch eine Augenuntersuchung oder einen Cyberware-Scan von natürlichen Augen zu unterscheiden sind. Sie können aber genauso gut jede andere Farbe besitzen.[1] So tragen in den 2060ern manche Go-Ganger oder Straßensamurai Cyberaugen, die offensichtlichen Kameraobjektiven oder chromfarbenen Kugeln gleichen und - speziell unter Neo-Skins oder den Mitgliedern der Kärntner Bürgerwehren - sind in den 2060ern derart strahlend unnatürlich himmelblaue Augen verbreitet, daß sie förmlich "Implantat!" schreien. [2]

Außerdem gibt es auch noch die Variante, die an Stelle einer Iris und Pupille ein (ggf. sogar animiertes) Bild - etwa einen Smiley, ein Fadenkreuz, eine Bombe, einen Atompilz oder ähnliches - zeigt, das je nach Stimmungslage aus einer Anzahl gespeicherten Gif-Dateien einer internen Chip-Bibliothek ausgewählt und binnen eines Augenblicks gewechselt werden kann. Diese werden unter dem Markennamen "Seelenfenster Cyberaugen" beworben und vermarktet. [3]

Cyberaugen werden für gewöhnlich gepaart eingesetzt, da das Gehirn sich so einfacher an die neuen Sichtorgane gewöhnt. Allerdings ist es auch möglich, einzelne Cyberaugen einzusetzen, was bei Verletzungen ein durchaus übliches Verfahren ist, um wenigstens das gesunde Auge zu erhalten.

Einzelne Cyberaugen sind zudem ebenfalls einsetzbar - an beliebigen Körperstellen, wenn man das wünscht. Ein zusätzliches, drittes, autonomes Cyberauge im Hinterkopf beispielsweise, womit der alte Spruch, von wegen "Hab' doch hinten keine Augen!" nicht mehr stimmen muß...

Es gibt auch weniger diskrete Formen der Cyberoptiken. Ein Augenband ist ein im Augenfeld implantierter, beide Augen ersetzender Visor, der stets klar als künstlich zu erkennen ist. Dieses System wird vor allem verwendet, wenn eine Vielzahl von Optionen gewünscht sind, die anderweitig das übliche Cyberaugenkonzept überfordern würden. Und dann gibt es noch Spinnenaugen - kleine Hilfs-Sichtfelder, die deutlich diskreter als das Dritte Auge sind, aber zusammen einen ähnlichen Effekt haben.

Zusätzliche Funktionen

Für keine andere Augmentierung gibt es so viele Add-Ons wie für Cyberoptiken. Neben allerlei direkten Sichtverbesserungen und anderen optischen Hilfen, die man für optische Sichtgeräte erwarten kann, und die auch für Kameras verfügbar sind, gibt es auch eine Reihe exotischerer und überraschenderer Verbesserungen für Cyberoptiken. Die Anzahl und der Umfang solcher Erweiterungen in einem Cyberaugensystem ist allerdings durch dessen Kapazität begrenzt. Höherwertige Augen können eine große Menge an Extras aufnehmen, weniger hochwertige entsprechend weniger.

Alle diese Zusatzsysteme können auch als Modifikation existierender Augen verwendet werden, wobei sie in das organische Auge eingepflanzt werden.

Cyberaugen-Zusatzsysteme

Augen-Datenbuchse
Eine im Auge eingebaute Datenbuchse. Verfügbar als Micro-FUP-Port oder als Laser-Übertragungs-Modell.
Augenlampen
Hochleistungs-LED-Lampen im Auge, für die eine zweite Pupille installiert ist, damit sie den Sichtprizess nciht behindern. Sie leuchten den Sichtbereich aus. Es sind auch Niederfrequenz- und Infrarotlampen erhältlich.
Augenlasersystem
Dieses Mikrolasersystem ist nur für Cyberaugen verwendbar. Der Laser kann dabei als Ziellaser, Laser-Entfernungsmesser, Lasermikrophon oder Werkzeuglaser konfiguriert werden. Letzterer kann auch als improvisierte Waffe genutzt werden.
Augenwaffe
eine in das Auge eingebaute Schusswaffe, deren Lauf sich unterhalb der Pupille befindet. Es gibt Dartgun- und Feuerwaffenvarianten.
Bildverbindung
Hiermit kann das Fadenkreuz einer Smartgun-Verdrahtung, die aktuelle Uhrzeit, eine kurze Textnachricht, ein Ausschnitt einer Mapsoft oder ein beliebiges anderes ARO im Sichtfeld des Cyberaugenträgers eingeblendet werden.
Blitzkompensation
Diese Modifikation schützt vor blendenden Lichtblitzen wie auch einfach vor grellen Lichtquellen, die es herausfiltert.
Cyberkamera
Cybermikroskop
Diese Modifikation beinhaltet ein komplexes System aus mikroskopischen Linsen, das winzige Objekte, die sich sehr nahe am auge des Nutzers befinden, enorm vergrößern kann.
Infrarotsicht
Diese Modifikation ermöglicht die Wahrnehmung von Strahlung des infraroten Spektrums, wodurch man Hitzemuster erkennen und auch in völliger Dunkelheit passabel sehen kann.
Okular-Drohne
Eine kleine, der Lone Star iBall-Mikro-Spyball-Drohne vergleichbare, als Cyberauge getarnte Drohne.[4]
Restlichtverstärkung
Ein System, das Lichtquellen verstärkt und so auch bei minimalem Lichteinfall gute Sicht gewährleistet. Allerdings nicht bei völiger Dunkelheit.
Retinaduplikat
In diese augmentierung kann ein Abbild der Retina einer anderen Person geladen werden, um Retinascanner zu überlisten. Sehr illegal!
Schutzgläser
Diese stylische integrierte Sonnenbrille schützt Augen und Cyberaugen vor Splittern und Staub. Verfügbar in vielen Stilen und Farben, sowie als Glas- und Armorplastvariante.
Sichtverbesserung
Diese Modifikation erhöht die Auflösung des Retinachipsund verleiht dem träger die hochauflösende Sicht eines Greifvogels.
Sichtvergrößerung
diese Zoomfuktion vergrößert das Bild optisich (mit einem Linsensystem) oder digital. Dank fortschrittlicher Filter und Rekonstruktionssoftware ist dazwischen anders als in den 2050ern in den 2070ern kein Unterschied mehr feststellbar.
Smartlink
Diese Version der Smartgunverbindung der 2070er benötigt keine Drähte mehr, da sie vollständig über DNI funktioniert. Daher ist sie ein reines Augenimplantat.

Namhafte Hersteller

Wer auf der Suche nach besonders hochwertigen Cyberaugen ist, greift auf Markenware aus der ADL zurück. Sowohl die Klassik-Serie als auch die 2057 eingeführte 3000er Serie aus dem Hause Zeiss lassen kaum Wünsche offen. Die Preise haben es allerdings in sich, und man muß im Vergleich zu Noname-Implantaten muss man locker das doppelte oder dreifache zahlen.[5] [6]

Shadowtalk Pfeil.png Zeiss-Audiotek Cybersystems im schönen Jena ist übrigends eine 100%ige Tochter der AG Chemie, weshalb man beim BuMoNA ggf. günstiger an die Dinger kommt. - Für meine Patienten ist der Preis allerdings ohnehin ein untergeordnetes Kriterium...
Shadowtalk Pfeil.png Doc.Wunderlich

In Österreich hat sich nicht zuletzt Swarovski Optics - der traditionsreiche Kristallproduzent - einen Namen als Hersteller von Cyberaugen gemacht. Die 2060er Version rubinrot glühender VisionBlocks, die beide Augen ersetzen, und fast bis zu den Ohren reichen, sind allerdings wirklich nur etwas für echte Freaks, da der Träger damit mehr einem Cyborg als einem herkömmlichen Metamenschen gleicht. [2]

In der Schweiz hat sich vor allem die Sulzer Medizinal Technik AG, eine Konzerntochter GENOMs, einen Namen als Hersteller hochwertiger Cyberaugen wie auch als Anbieter operativer Modifikationen der natürlichen, metamenschlichen Augen gemacht. [8]

Cyberaugen und Magie

Der Besitz von Cyberaugen wirkt sich auf die Fähigkeit zur astrale Wahrnehmung nicht negativ aus. Tatsächlich wird sogar in Shadowland-Knoten von der Proteus AG behauptet, sie hätten versucht, in Kooperation mit MCT in Prag spezielle Cyberaugen für Magier zu entwickeln, die das Askennen unterstützen sollten... mit SEHR unbefriedigendem Ergebnis. Diese wurden angeblich in noch längst nicht ausgereiftem Zustand - via Straßendocs - einem illegalen Feldtest an nichts ahnendem Schattenvolk unterzogen, was für die Betreffenden höchst unangenehme Nebenwirkungen hatte. [7]

Quellen

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Cyberaugen in der Shadowhelix, wo er unter GNUFDL steht. Eine Liste der Autoren findet sich hier.

Primärquellen zu Cyberaugen sind:

  1. Shadowrun Version 3.01D S.299
  2. Shadowrun Version 4.01D S.332
  3. Shadowrun Version 5.01D S.448f, 458f
  4. Cybertechnology p.21 23
  5. BodyShop / Chrome Flesh p.75f
  6. BodyTech / Augmentation p. 37f
  7. GmbH, Roman von Christian Rieslegger, u. a. S.119, 136
  8. Mephisto Magazin 25 (Januar/Februar 2004), S.71
  9. Man & Machine: Cyberware / Mensch & Maschine 3.01D S.164f
  10. Walzer, Punks & Schwarzes ICE S.88-90
  11. Die Augen des Riggers, zweiter Roman der "Deutschland in den Schatten"-Trilogie von Hans Joachim Alpers.
  12. Street Chic - Artikel im WunderWelten Magazin 29