Stahlmänner

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Als Stahlmänner bezeichnet man ein Gremium drei von - parteilosen - Wirtschaftsexperten, die Anfang des Jahrtausends während einer schweren Wirtschaftskrise in Österreich eine außerordentliche Regierung bildeten.

Geschichte[Bearbeiten]

2000 hatte der damalige österreichische Bundespräsident Helmut Zilk ihnen die Regierungsverantwortung anvertraut, nach dem der Zusammenbruch der Montanindustrie des Ruhrgebiets 1998 die österreichische Wirtschaft mit in den Abgrund gerissen hatte, und das Land unter einer nie dagewesenen Konkurswelle und Massenarbeitslosigkeit litt. Sie waren wesentlich für eine Neuordnung des Landes verantwortlich, die sich vorallem zu Gunsten der Konzerne auswirkte, und faktisch teilweise die Konzernexterritorialität in der Alpenrepublik vorweg nahm.

Unter ihrer Regierung wurde unteranderem versucht, das Heer der Verwaltungsbeamten zu reduzieren, was am heftigen Widerstand der (gewerkschaftlich organisierten) Betroffenen scheiterte, und zu dem - typisch österreichischen - Kompromiss führte, daß zwar kein Beamter entlassen, die Beamtenschaft aber auch nicht mehr aus der Staatskasse bezahlt wurde. Letztlich führte diese absurde Regelung zu der sich über Gebühreneinkünfte auf der Basis ungezählter Verwaltungsakte, Erlasse und Provisorien selbstfinanzierenden, pragmatisierten Beamtenschaft der Wiener Magistratsabteilungen.

Trotz enger Zusammenarbeit mit dem Koordinationsrat der Lebensmittelversorger bekamen die Stahlmänner im übrigen auch die Versorgungsengpässe in Wien im Jahre 2004 nicht in den Griff. Die Folge waren wochenlange Unruhen, Ausschreitungen und Plünderungen, die sich zu einem eine Woche andauernden regelrechten Bürgerkrieg auswuchsen. Diesen beendete man, nach dem ein Patt entstanden war, letztlich durch die summarische Verurteilung der Aufrührer in Abwesendheit zu lebenslanger Haft, die sie in dem von ihnen gehaltenen Gebieten abzusitzen hatten. Damit war die Schaffung des "Sondergefangenenhauses Wien-Süd" (aka "Vereinigte Wohnparks") beschlossen, das bis 2061 Bestand haben sollte.

Der Verkauf der Stahlstadt Linz für die symbolische Summe von einem Euro an den Krupp-Konzern war eine ihrer letzten, großen Entscheidungen, ehe sie 2005 überraschend zurücktraten, und den Weg für demokratische Wahlen frei machten.

Begriff[Bearbeiten]

Die Wirtschaftexperten wurden aufgrund der Stahlkrise, die die wirtschaftlichen Probleme ausgelöst hatte, als "Stahlmänner" bezeichnet.


Quellen[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert teilweise auf dem Artikel Stahlmänner in der Shadowhelix, einem Wiki, wo er unter GNUFDL steht. Die Liste der Autoren findet sich hier.

Primärquellen zu den Stahlmännern sind: