Mississippi

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mississippi (Begriffserklärung) aufgeführt.
Mississippi
(Stand: 2074)
Flagge von Mississippi


Staatsmotto:

Virtute et armis
(lat.: mit Tugend und Waffen)
Status: Mitgliedsstaat der CAS
Hauptstadt: Jackson

Mississippi ist ein konföderierter Staat der CAS.

Geographie[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Das ländliche Mississippi - das erst am 10. Dezember 1817 als 20. Staat in die Union aufgenommen worden war, damals der größte Produzent von Baumwolle in den USA war und sich in den 1830ern mit einem mit Schulden finanzierten Wirtschaftsboom in den Staatsbankrott manövriert hatte - entschied sich als zweiter Staat nach South Carolina - in Ablehnung der Aufhebung der Sklaverei - am 9. Januar 1861 für die Sezession. Jefferson Davis, der Präsident der Konföderierten, stammte aus Mississippi. Dies prägte den Staat fast das gesamte, folgende Jahrhundert: Mississippi war der einzige der Südstaaten, der nach der zwangsweisen Rückkehr in die Union 1865 den 13. Verfassungszusatz ablehnte, der die landesweite Aufhebung der Sklaverei festschrieb. Bis in die 1960ern und 70ern kam es in Mississippi zu zahllosen Lynchmorden an Schwarzen, die häufig nicht geahndet wurden, und straflos blieben. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Bedingungen und der fehlenden rechtlichen Sicherheit wanderten viele Schwarze zwischen 1910 und 1970 in die Nordstaaten ab. Ebenso war Mississippi der letzte Staat in den USA, der 1966 die Prohibition widerrief. Der Staat wurde über Jahrzehnte zum Schauplatz von schwersten Rassenunruhen, wiederholter Morde an Bürgerrechtlern und anhaltenden Auseinandersetzungen um die Aufhebung der Rassentrennung im Süden. Nicht nur die Bürgerrechtsbewegung sah das ländliche und wenig entwickelte Mississippi als einen der rückständigsten Staaten der USA an, und er war einer der letzten Bundesstaaten, die die entsprechenden, die schwarze Bevölkerung diskriminierenden Gesetze aufhob. - Tatsächlich wurde der 13. Verfassungszusatz, der die Sklaverei auch in Mississippi offiziell beendete, hier erst 16. März 1995 unterzeichnet, und - wegen eines Formfehlers - letztlich erst am 7. Februar 2013 ratifiziert. - Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde Mississippi regelmäßig als abschreckendes Beispiel für den verlorenen Süden, den Lost South angeführt. [1]

Nach der Vereinigung der vom Crash von 2029 schwer angeschlagenen und durch den Vertrag von Denver im Gefolge des verlorenen Geistertanzkriegs stark geschrumpften USA mit den Überresten Kanadas zur UCAS herrschte im Süden großer Unmut über die Entwicklung und namentlich die Bevorzugung der nördlichen Sprawls durch die UCAS-Regierung bei den Wirtschaftshilfen nach dem Crash, und die Übernahme von Teilen des kanadischen Wohlfahrtsstaates, die vielen Konservativen - nicht zuletzt in Mississippi - missfiel. Dies führte Verlaufe des Jahres 2033 zum Eklat, als der Block der Südstaaten unter Führung der Senatoren von Alabama und Georgia geschlossen den Kongress verließ. In Atlanta wurde eine Konferenz abgehalten, in der man die Möglichkeit einer Sezession diskutierte. Von den vierzehn Staaten zog sich nur Kentucky vorzeitig aus den Verhandlungen zurück. Der Widerstand der Südstaaten gefährdete den kanadisch-US-amerikanischen Vereinigungsprozess.

Am 10. November 2034 war es dann so weit, die Südstaaten Alabama, Arkansas, Florida, Georgia, Louisiana, Mississippi, Missouri (Süden), North Carolina, Oklahoma, South Carolina, Tennessee, Texas und Virginia traten aus der Union aus. Die abgespaltenen Staaten gründeten die Confederation of American States. Ein Rückzieher von UCAS-Präsident Andrew MacAlister, der zuvor noch gedroht hatte, eine Sezession des Südens notfalls auch mit militärischen Mitteln zu verhindern, sorgte dafür, daß die Abspaltung - weitestgehend - friedlich verlief, und es keinen erneuten Amerikanischen Bürgerkrieg gab.

2044, zu Beginn seiner zweiten Präsidentschaft machte Joseph Alexander Timothy Newstrom, den damaligen Senator von Mississippi, an Stelle von Jeanette Malory, ehemals Senatorin von Florida, zum Vizepräsidenten der Konföderation. 2045 verstarb Alexander im Amt, und Newstrom folgte ihm als Präsident nach. Der Senator aus Mississippi machte als Präsident der CAS jedoch keine gute oder überzeugende Figur, da er sich nie gegen sein eigenes Kabinett behaupten konnte, das unter ihm in Wahrheit die Politik bestimmte, und nur von seinem Vizepräsidenten, Gabriel McCoy, einigermaßen in Schach gehalten werden konnte. 2048 wurde Edna Wallace zur neuen Präsidentin gewählt.

Shadowtalk Pfeil.png Kein Wunder, daß (Ex-)Senator Newstrom nach seiner - gerade einmal drei Jahre währenden - unrühmlichen Präsidentschaft kein Verlangen verspürte, in seinen Wahlkreis in seinem Heimatstaat Mississippi zurückzukehren, sondern die Sümpfe im südlichen Lousiana als selbstgewähltes Exil vorzog...
Shadowtalk Pfeil.png Confederated States of America Flagge.png BurgerMeister

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Jacksonville, Mississippi, hat Horizon viel aufgebaut und sich großen Respekt bei den Locals erworben, wobei sie vor allem mit ihrer Agrikultur der bei weitem größte Arbeitgeber in diesem von Armut und Rassismus geplagten Südtsaat geworden sind. Aber auch mit der Produktion und Vermarktung von lokalen Talenten wie Gary No-Tusk Nelson, Kelly Calloway, und Jimmy the Truth macht der Konzern ein gutes Geschäft [2].


Quellen[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert teilweise auf dem Artikelstub Mississippi in der Shadowhelix, der dort unter GNUFDL steht, und wurde hier umfassend erweitert. Eine Liste der dortigen Autoren findet sich hier.

Primärquellen zum Konföderationsstaat Mississippi in Shadowrun sind:

Quellendetails:[Bearbeiten]


^[1] - Der Abschnitt zur Geschichte vor der Jahrtausendwende wurde aus dem entsprechenden Absatz des Artikels "Mississippi (Bundesstaat)" in der deutschsprachigen Wikipedia zusammengefasst, der dort unter GNUFDL steht. (Autorenliste siehe hier.)
^[2] - Dirty Tricks p.106

Weblinks[Bearbeiten]