Alessia di Neronote

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 Inoffiziell 
Alessia di Neronote
* 2053 ; † 2077
Alias The (Fallen) Nun
(dtsch: Die gefallene Nonne)
Geschlecht weiblich
Metatyp Mensch
Haarfarbe schwarz
Augenfarbe braun mit goldenen Sprenkeln
Mutter unbekannt
Vater unbekannt
Nationalität italienisch
Zugehörigkeit «Shroudbearers Torino»
Religion römisch-katholisch
Beruf Urban Brawlerin (Scout)
(Ex-Gangerin, Ex-Dealerin)

Alessia di Neronote war eine italienische Stadtkrieglerin - respektive Urban Brawlerin - die für die «Shroudbearers Torino» spielte, und bei deren Auftaktmatch gegen «Nasrid Granada» während des €-Brawl 2077 ums Leben kam.

Biographie[Bearbeiten]

Alessia wurde - vermutlich - 2053 im italienischen Superslum GeMiTo geboren, und unmittelbar nach ihrer Geburt vor einem von Benediktinerinnen geführten, katholischen Waisenhaus ausgesetzt, das eng mit der Laiengemeinschaft des Opus Dei und dem Orden von Sankt Sylvester verbunden war. Ihre Kindheit dort war geprägt von permanenter Rebellion gegen die dort geltenden, strengen Regeln und den unvermeidlich folgenden harten Bestrafungen. Im Alter von 11 Jahren rückte sie von dort aus, kehrte aber - unter dem Eindruck des Extremwinters, der den Crash von '64 begleitete - noch im selben Jahr reumütig zurück, nur, um ein knappes Jahr später erneut davon zulaufen. In der Folge trieb sie sich als Hangaround im Umfeld der lokalen «Ancients» herum, bei denen sie als Norm-Mädchen jedoch keine Chance hatte, jemals auch nur Anwärterin auf eine Vollmitgliedschaft zu werden. - Nachdem sie dies - nach diversen Demütigungen und zunehmend harschen Abfuhren - schließlich eingesehen hatte schloss sie sich stattdessen einer anarcho-syndikalistisch angehauchten Frauengang an, die im wesentlichen einen der lokalen (Schwarz-)märkte schützte, und von einer Spinnenschamanin geführt wurde.

Als diese - im Jahr des Tempoirrsinns - im Kreuzfeuer von Bandenschießereien und -kämpfen, zu denen es durch den Tempo-Drogenkrieg von '71 kam, massiv dezimiert wurde, versuchte die junge Frau sich kurzzeitig als Dealerin, die die BAD auf Rechnung der N'drangheta an die Endkunden verhökerte. Die Creds, die sie so machte, investierte sie in erstes gebrauchtes Chrom, was ihr einen wertvollen Vorteil im Straßenkampf verschaffte, ohne den sie mehrere brutale Auseinandersetzungen mit den albanischen Fares und der Camorra im Genueser Teil des chaotischen Sprawls, in die sie in den beiden folgenden Jahren geriet, kaum überlebt hätte. - Ihre Qualitäten und die durchaus beeindruckende Performance, die das mundane Menschenmädchen als Straßenkämpferin zeigte, fielen einem Talentscout auf, der potentielle Rekruten für das - Gerüchten zu Folge vom Opus Dei aufgebaute und finanzierte - Turiner Urban Brawl-Team suchte. Daß sie zu diesem Zeitpunkt ein auffälliges, vergoldetes und mit Schmucksteinen besetztes Kruzifix um den Hals trug (bei dem es sich um ein historisches Prälatenkreuz handelte, das irgendwie seinen Weg auf einen der von Neo-Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten kontrollierten Märkte - der Fiere - gefunden hatte), mag auch eine Rolle gespielt haben. - Jedenfalls lud man sie zu einem offiziellen Probetraining ein, und wenig später war sie eine aufstrebende Hoffnung des italienischen Urban Brawl. So entging sie der Terrorherrschaft Alamais' und seiner abtrünnigen Drachen, die GeMiTo während der Jahre des Drachenbürgerkriegs zu ihrem persönlichen Jagdrevier erkoren, während die letzten Reste der «Thekla»-Frauengang vermutlich während dieser blutigen Periode ausgelöscht wurden.

In der Folge hatte Alessia - die auf der Scout-Position spielte - dann einen nicht geringen Anteil daran hatte, daß das Team der «Shroudbearers» sich für den Eurobrawl '77/78 qualifizierte. - Zu ihrem Pech entschieden Team und Trainerstab - wohl vor dem Hintergrund der Kreuzzügler-Mentalität eines nicht geringen Teils ihrer Teamkameradinnen und -kameraden sowie der angeblichen Opus Dei-Verbindungen - im Match gegen die maurisch bzw. arabisch geprägte Mannschaft des andalusischen Agrarkonzerns Meridional Agronomics auf Wipeout zu setzen, was sich als Kateridee erwies: Der Versuch scheiterte, da die mehrheitlich muslimischen Gegenspieler wehrhafter waren, als gedacht, und auch entschieden zu viel von Stadtkriegtaktik verstanden, um das so einfach mit sich machen zu lassen. Die Turiner mussten für ihre Hybris einen hohen Preis bezahlen, da sie die Partie - trotz des Publikums im spanischen Santiago de Compostela, das mehrheitlich klar auf ihrer Seite war - verloren, und dabei noch zahlreiche tote und schwerverletzte Spieler zu beklagen hatten. Unter diesen war nicht zuletzt Alessia di Neronote, die das Match - trotz allen Bemühens ihres (von den Sylvestrinern ausgebildeten) magisch begabten Medicos Videncia - nicht überlebte.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Alessia di Neronote war zu Lebzeiten eine schlanke, junge Frau von sehnigem, zähem Körperbau. Ihre Haare waren vom selben Blau-Schwarz, das auch das Gefieder vieler Rabenvögel auszeichnet, ihre braunen Augen wiesen dagegen auffällige, goldene Sprenkel auf (was bei natürlichen Augen eines oder einer Norm eher selten vorkommt). Sie hatte sich - im Gefolge des Jahres 2071, wo sie als Straßendealerin für Tempo eine Menge Euronen gemacht hatte - etwas Cyberware zugelegt, und sich bei der Gelegenheit auch ihre - zuvor unterdurchschnittlich ausgeprägten - fraulichen Attribute etwas aufwerten lassen. Als Stadtkrieglerin der Shroudbearers Torino trug sie deren leichte Stadtkriegsrüstung mit dem - namensgebenden - am Helm befestigten angedeuteten Nonnenhabit, wobei die formangepasste Panzerung ihre weiblichen Rundungen stark betonten.

Shadowtalk Pfeil.png ...weshalb ihr Holo-Starschnitt aus der «Bravo Grrrl!» die Türinnenseite der Kleiderschränke nicht weniger Jugendzimmer in der Italienischen Konföderation und darüber hinaus zierte, und zwar sowohl bei Jungs, wie auch bei Mädchen, und - trotz Verbots und Strafandrohung - auch in so mancher Klosterschule und so manchem krichlich geführten Internat, egal, ob nun in den Päpstlichen Staaten, dem Freistaat Bayern oder bei uns, in Westphalen!
Shadowtalk Pfeil.png Templerkreuz.png Friar Benno - Oh heiliger St. Florian - verschon mein Haus, zünd andre an!

Bewaffnet war sie in der Kriegszone - ihrer Spielposition entsprechend - mit einer leichten Pistole des Herstellers Beretta sowie einem historischen italienischen Waffendesigns nachempfundenen Dolch.

Das protzige Prälatenkreuz, mit dem sie schon als Gangerin in GeMiTo herumgelaufen war, trug sie im übrigen - ungeachtet dessen, daß das Schmuckstück ganz offensichtlich Hehlerware war - bis zu ihrem Tode.

Spitzname[Bearbeiten]

Den Spitznamen "The Fallen Nun" - also "die gefallene Nonne" - hat ihr ein Stadtkriegsberichterstatter verpasst, wegen des erwähnten, angedeuteten, am Helm ihrer Stadtkriegsrüstung befestigten Nonnenhabits (das alle Mitglieder der «Shroudbearers Torino» tragen) in Kombination mit ihrer formangepassten Panzerung, die ihre weiblichen Attribute geradezu überbetont, und so gar nichts züchtiges, nonnenhaftes an sich hat. Während andere Kommentatoren und Schreiberlinge die Bezeichnung prompt übernommen haben, verwendete sie selbst diesen Kampfnamen zu Lebzeiten nie...


Quellen[Bearbeiten]

Dieser Charakter ist eine reine Eigenerfindung von Benutzer "Karel", und wird in keiner kanonischen Quelle zu Shadowrun erwähnt. Jegliche Ähnlichkeiten mit existierenden oder fiktiven Personen ist reine Zufälligkeit und nicht im Sinne des Autors.

Der €-Brawl/Eurobrawl als europäischer Wettbewerb wird in "Lifestyle 2073" S.105 (engl. "Attitude") erwähnt.

Der €-Brawl im Winter 2077/78 auf der iberischen Halbinsel, die teilnehmenden Verbände/Ligen und Teams und die Spielpaarungen mit ihren Ergebnissen sind jeweils Eigenerfindungen des Benutzers "Niall Mackay" aka "Muffin" mit Ergänzungen des Benutzers "Karel".